V.l. Hartwig Tauber (öGIG), Heinrich Tazreiter (Porr), Landesrat Jochen Danninger, Angela Stransky (Breitband Holding), Thomas Raidl (Bürgermeister), Reinhard Baumgartner (nöGIG) / Foto: © Christian Lendl

Das NÖ Glasfasernetz wächst. Die aktuelle Ausbaustufe umfasst 12 weitere Gemeinden in Niederösterreich. Dafür werden mehr als 26 Mio. Euro investiert und über 1.000 km Glasfaserkabel verlegt. Nun starten die Bautätigkeiten in Allhartsberg und Sonntagberg. Das Projekt wird durch die NÖ Glasfaserinfrastrukturgesellschaft (nöGIG) im Auftrag des Landes umgesetzt. Insgesamt profitieren von diesem Ausbauschritt 9.000 Haushalte und Betriebe – 1.000 davon in Sonntagberg und über 400 in Allhartsberg. „Wir setzen dieses riesige Infrastrukturprojekt Zug um Zug um. Die Summe von mehr als 26 Mio. Euro ist eine bedeutende Investition in die Zukunft der 12 ländlichen Gemeinden. Die ersten Anschlüsse werden voraussichtlich schon im Spätsommer aktiviert“, so Digitalisierungslandesrat Jochen Danninger.

Mit den Spatenstichen in Allhartsberg und Sonntagberg startet der Ausbau einer zukunftssicheren Infrastruktur in beiden Gemeinden. Sie haben sich umfassend vorbereitet. In der Vergangenheit wurden im Zuge von Tiefbauarbeiten Leerrohre verlegt, knapp 7 km in Allhartsberg und etwa 9 km in Sonntagberg. Auch die nötige Bestellquote von mehr als 40 % konnte überschritten werden. „Wir freuen uns, dass es nun mit Bauarbeiten endlich losgehen kann. Ich bin stolz darauf, dass wir als Gemeinde diese einmalige Chance für eine zukunftssichere Glasfaserinfrastruktur nutzen können. Die Glasfaserinfrastruktur, die hier entsteht, stärkt den Wirtschaftsstandort und sichert Arbeitsplätze vor Ort“, betont LAbg. Anton Kasser, der Bürgermeister von Allhartsberg. Thomas Raidl, Bürgermeister in Sonntagberg ergänzt: „Schritt für Schritt werden jetzt die einzelnen Ortsteile erschlossen. Die Bevölkerung wartet schon auf die Glasfaserverbindungen.“ Die Anschlüsse können aktiviert werden, sobald der jeweilige Bauabschnitt fertiggestellt ist. Für die Ersten wird es ab Spätsommer so weit sein.

Über 26 Mio. Euro Gesamtinvestitionen für 12 Gemeinden
Im aktuellen Ausbauschritt wird die Infrastruktur der Zukunft in 12 Gemeinden errichtet. Von den 26 Mio. Euro Gesamtinvestitionsvolumen entfallen 1,5 Mio. auf Allhartsberg und 3,1 Mio. auf Sonntagberg. Mit 1.000 km Glasfaserkabeln werden in den kommenden Monaten in den 12 Gemeinden insgesamt 9.000 Haushalte und Betriebe erschlossen. Dafür werden über 213 km Trassen gegraben. In Allhartsberg werden etwa 11 km neue Trassen gegraben und 48 km Glasfaserkabel verlegt. Die Bauarbeiten übernimmt die Hasenöhrl GmbH. In Sonntagberg wird die Porr AG etwa 21 km Trasse graben und 126 km Kabel verlegen.

V.l. Hartwig Tauber (öGIG), Leopold Kromoser (Vizebürgermeister), Landesrat Jochen Danninger, Angela Stransky (Breitband Holding), Anton Kasser (Bürgermeister), Reinhard Baumgartner (nöGIG) / Foto: © Christian Lendl

Infrastruktur, die Zukunft schafft
Die Errichtung einer zukunftssicheren Glasfaserinfrastruktur ist eine Antwort auf zentrale Herausforderungen ländlicher Regionen. Sie erfüllt die Erwartungen der Menschen in die Weiterentwicklung kleinerer Gemeinden. Das bestätigt auch die Konsultation zur langfristigen Vision des ländlichen Raums der Europäischen Union[1] <#_ftn1> , in der mehr als 50 % der Befragten die Verbesserung der Infrastruktur als die wichtigste Aufgabe im ländlichen Raum nannten. 93 % gaben an, dass die Attraktivität des ländlichen Raums in den nächsten 20 Jahren wesentlich von seiner Fähigkeit zur digitalen Vernetzung abhängig sein werde. „Damit wird eines sichtbar: Die Investition in den Glasfaserausbau ist eine Investition in die Zukunft der Menschen vor Ort“, so Angela Stransky, Geschäftsführerin der Breitband Holding des Landes.

Das NÖ Glasfasernetz – Chancengleichheit für den ländlichen Raum
Die Planung und Errichtung des Netzes übernimmt die NÖ Glasfaserinfrastrukturgesellschaft (nöGIG) im Auftrag des Landes. „Der digitale Wandel braucht eine leistungsfähige und zukunftssichere Infrastruktur. Mit der Umsetzung des NÖ Breitbandmodells rüsten wir den ländlichen Raum für die Zukunft und stellen Chancengleichheit sicher“, so Reinhard Baumgartner, Geschäftsführer der nöGIG Projektentwicklungs GmbH.

Wahlfreiheit für Kundinnen und Kunden
Das Modell bietet aber noch weitere Vorteile: Im offenen Netz können unterschiedliche Anbieter von Internetdiensten ihre Produkte anbieten. Die Kunden haben somit große Wahlfreiheit. Mit dem einzigartigen Investorenmodell ist zudem sichergestellt, dass die Infrastruktur langfristig in öffentlicher Hand bleibt und das Landesbudget entlastet wird.

Gesamtkonzept für Breitbandversorgung in ganz Niederösterreich
Einzigartig in Österreich ist das Gesamtkonzept, das das Land Niederösterreich für den möglichst flächendeckenden Ausbau einer leistungsfähigen Breitbandinfrastruktur auf Basis von Glasfaser bis zum Haushalt entwickelt hat. Für kleinere Gemeinden mit bis zu 5.000 Einwohnern kann nöGIG den Ausbau übernehmen. In der Pilotphase wurden bereits 35.000 Haushalte und Betriebe nach diesem Modell erschlossen. In den nächsten Jahren kommen weitere 100.000 Adressen in Niederösterreich dazu. Für die Finanzierung hat sich das Land mit dem Finanzpartner ACP (Allianz Capital Partners) auf ein Investitionspaket in der Höhe von 300 Mio. Euro geeinigt. „Das Fundament dieses Großprojektes bildet die hervorragende Zusammenarbeit aller Beteiligten. Als Finanzierungspartner freuen wir uns über den Fortschritt des Projekts“, so Hartwig Tauber, Geschäftsführer der öGIG GmbH, die ACP in Niederösterreich vertritt.

Über nöGIG – Zukunftssichere Glasfaserinfrastruktur für ländliche Regionen Niederösterreichs
Im Auftrag des Landes errichtet und betreibt die Niederösterreichische Glasfaserinfrastrukturgesellschaft (kurz: nöGIG) Glasfasernetze abseits der Ballungsräume Niederösterreichs. Sie sorgt damit für zukunftssicheres Breitbandinternet in ländlichen Regionen. Die Menschen in diesen Regionen nehmen es durch aktive Nachfrage nach Glasfaseranschlüssen selbst in die Hand, eine offene, öffentliche und zukunftssichere Netzinfrastruktur zu schaffen. Unternehmen und Haushalte signalisieren mit ihrer Zustimmung zum Ausbau, dass sie mit Glasfaser bis ins Haus für die Zukunft gerüstet sein wollen. Nach der erfolgreichen Erprobung des Niederösterreichischen Breitbandmodells in vier Pilotregionen wird nöGIG in den kommenden Jahren etwa 100.000 Haushalte mit Breitband-Internet versorgen. Der Schwerpunkt liegt auf Gemeinden mit unter 5.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Die passive Infrastruktur, die nöGIG errichtet, bleibt ähnlich wie Kanalisation und Wasserleitungen langfristig in der Hand des Landes Niederösterreich und wird als Sachwert den zukünftigen Generationen übergeben. Die Investitionen sind langfristig angelegt und amortisieren sich im Laufe der Zeit, da über ihre aktive Nutzung Einnahmen erzielt werden. Verschiedene Serviceprovider können ihre Dienste gleichzeitig in dem offenen Netz anbieten.
Die Niederösterreichische Glasfaserinfrastrukturgesellschaft (nöGIG) wurde vom Land Niederösterreich gegründet. Sie ist Teil der Niederösterreichischen Breitband Holding.
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