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Mit dem im Vorjahr im Nationalrat beschlossenen „Gemeinnützigkeitspaket“ wird die langfristige Finanzierung von Forschungstätigkeiten gestärkt. Am „Institute of Science and Technology Austria“ (ISTA) in Klosterneuburg sprachen Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Bundesminister Magnus Brunner und ISTA-Präsident Martin Hetzer über den Nutzen des Gemeinnützigkeitspakets für den Wissenschaftsstandort.

ISTA-Präsident Martin Hetzer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Bundesminister Magnus Brunner (v.l.n.r.) vor dem Institute of Science and Technology Austria Foto: © NLK Pfeiffer

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner erklärte: „Das ISTA ist unser Grundlagen-Forschungsinstitut auf Weltklasseniveau. Das erkennen auch immer mehr Privatpersonen oder Unternehmen. So hinterließ die Unternehmerin Magdalena Walz dem Institut 25 Millionen Euro, die Verbund AG spendete über fünf Millionen Euro für Forschungszwecke. Das sind zwei Beispiele, die zeigen: Alle glauben an die Forschungsaktivitäten des ISTA. Für diese Form der Spendenwilligkeit passt es sehr gut, dass der Nationalrat im letzten Jahr das Gemeinnützigkeitspaket beschlossen hat. Das ISTA kann nun Stiftungskapital nach internationalem Vorbild aufbauen, das zur langfristigen Forschungsfinanzierung beitragen wird. Bis 2027 will das ISTA 100 Millionen Euro an Spenden lukrieren. Damit machen wir einen weiteren Schritt in unserer ‚Mission Nobelpreis‘. Unser Ziel ist klar: Wir wollen einen Nobelpreis in den kommenden zwei Jahrzehnten für Niederösterreich und dazu bieten wir der Wissenschaft die besten Rahmenbedingungen.“

Finanzminister Magnus Brunner sagte: „Investitionen in Forschung sind entscheidend für Europas Zukunftsfähigkeit. Wir müssen verstärkt in Forschung investieren, um Wettbewerbsfähigkeit und Innovation voranzutreiben. Das machen wir einerseits mit den öffentlichen Geldern und haben mit 16 Milliarden für die nächsten drei Jahre ein Rekordbudget für Forschung und Lehre vorgesehen, gleichzeitig müssen wir auch in diesem Bereich privates Kapital mobilisieren um Organisationen wie das ISTA mit den nötigen Mitteln auszustatten. Das ist gut investiertes Geld, denn ein Euro an Investitionen in Forschung und Entwicklung steigert das BIP langfristig um sechs Euro. Daher haben wir im Zuge des Gemeinnützigkeitspaketes auch für gemeinnützige Stiftungen Erleichterungen geschaffen. Konkret kommt eine Erweiterung der steuerlichen Spendenbegünstigungen von Forschungseinrichtungen.“

Das Institute of Science and Technology Austria widmet sich in über 80 Forschungsgruppen der Grundlagenforschung in den Natur- und Lebenswissenschaften, in der Mathematik und in den Computerwissenschaften. ISTA-Präsident Martin Hetzer unterstrich: „Wir bilden die Bright Minds der Zukunft aus. Um Grundlagenforschung nachzugehen, braucht es ausreichend finanzielle Mittel. Die langfristige Finanzierung haben wir durch ein klares Bekenntnis der öffentlichen Hand. Mit dem neuen Gemeinnützigkeitspaket wurden darüber hinaus die Jahreshöchstgrenzen für Spenderinnen und Spender abgeschafft. Zudem können nun Stiftungen von Universitäten und wissenschaftlichen Einrichtungen Kapital, sogenannte Endowments, aufbauen. Jetzt können bis zu 50 Prozent der gesamten Zuwendungen für den Aufbau des Endowments zurückgestellt werden. Das neue Gemeinnützigkeitspaket ist ein weiterer Baustein, der dazu beiträgt, dass auch das ISTA in der Liga von Stanford, Harvard oder das Weizmann Institute of Science mitspielt.“

Bürgermeister Christoph Kaufmann, ISTA-Präsident Martin Hetzer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Bundesminister Magnus Brunner (v.l.n.r.) Foto: © NLK Pfeiffer
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