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Die zweite Station führte die niederösterreichische Wirtschaftsdelegation mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Landesrat Jochen Danninger und Landesrat Martin Eichtinger an der Spitze nach Denver in Colorado. Die Höhepunkte des dortigen Programms: der Besuch des „National Renewable Energy Laboratory“, die Unterzeichnung eines „Memorandum of Understanding“ zwischen dem Land Niederösterreich und dem Staat Colorado sowie ein Besuch der Niederlassung der Firma F/List & Pilatus Business.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit Thomas Bosshard (CEO Pilatus Business Aircraft), Michael Groiss (CFO F/List) und dem Leiter der Niederlassung in Denver, Thomas Mayr (von links nach rechts).

Denver, ursprünglich bekannt als Goldgräberstadt, später durch die Fertigungsindustrie „wiederbelebt“, zählt heute zu Amerikas „best places to live“. Die renommierten Unternehmen der „old economy“ prägen die Stadt ebenso wie die boomende Tech- und Start-up-Szene im nahegelegenen Boulder. Und darüber hinaus hat die Region auch viel Natur, Berge, Schnee und Sonne zu bieten.

Arbeitsgespräch der niederösterreichischen Delegation mit der Vizegouverneurin des Staates Colorado, Dianne Primavera.

Der erste Arbeitstermin führte die NÖ-Delegation ins National Renewable Energy Laboratory (NREL). Direktor Martin Keller und sein Team präsentierten dort die vielfältigen Aktivitäten und internationalen Kooperationen von NREL, das als der größte US-Think-Tank im Bereich Erneuerbare Energien gilt und im Jahr 2020 ein Jahresbudget von ca. 550 Millionen US-Dollar hatte. Diese Einrichtung sei das größte und wichtigste Institut Amerikas auf diesem Gebiet, sagte Landeshauptfrau Mikl-Leitner im Zuge des Besuches des NREL: „Wir bekommen hier wichtige Einblicke und können uns darüber austauschen, wie wir miteinander den Klimawandel meistern können. Denn auch Niederösterreich ist beispielgebend bei der Nutzung der erneuerbaren Energie, und unserer Delegation gehören viele Unternehmen an, die auf diesem Gebiet viel Erfahrung haben.“ Für den Direktor des NREL, Martin Keller, ist es ein großes Ziel, 2035 „die gesamte Elektrizität sauber zu machen“, wie er betonte: „Wenn wir sagen können, das NREL war dabei ein wichtiger Teil, dann waren wir erfolgreich.“

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit einem Mitarbeiter der Firma Pilatus.

Das niederösterreichische Unternehmen F/List ist ein weltweit gefragter Hersteller exklusiver Innenausstattungen für Business- und Privatjets, Yachten und Residenzen. Der Hauptfokus der 2020 in Denver eröffneten Niederlassung – eine weitere Station der NÖ-Delegation – liegt neben der Tätigkeit für den Flugzeughersteller Pilatus vor allem auch auf der hochqualitativen Ausstattung von Residenzen. Für Pilatus liefert F/List für die Flugzeugplattformen PC-12 und PC-24 einzigartige Kabineninnenausstattungen. Empfangen wurde die Delegation aus Niederösterreich von Thomas Bosshard (CEO Pilatus Business Aircraft), Michael Groiss (CFO F/List) und dem Niederlassungsleiter in  Denver, Thomas Mayr. Die Firma F/List sei eine ganz besondere Firma aus Niederösterreich, zeigte sich die Landeshauptfrau überzeugt: „Sie ist ein global player in einem Segment, wo es auf höchste Präzision und Qualität ankommt.” So ist die Firma F/List ein Familienunternehmen in dritter Generation und beschäftigt 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 28 Nationen. Das Headquarter befindet sich in Thomasberg im Bezirk Neunkirchen, Niederlassungen gibt es weltweit.

Nach dem Termin bei F/List und Pilatus trafen Landeshauptfrau Mikl-Leitner, Landesrat Danninger und Landesrat Eichtinger mit der Vizegoverneurin von Colorado, Dianne Primavera, zu einem Arbeitsgespräch zusammen. Im Anschluss an das Gespräch unterzeichneten die Landeshauptfrau und die Vizegoverneurin ein „Memorandum of Understanding“. Die Landeshauptfrau über das Zusammentreffen mit der hochrangigen Vertreterin aus Colorado: „Wir stehen vor globalen Herausforderungen, die wir nur gemeinsam meistern können. Ein zentrales Thema ist der Klimawandel, und hier ist es ganz besonders wichtig, dass wir uns austauschen“. Als weitere wichtige Inhalte des Arbeitsgespräches nannte Mikl-Leitner auch die Themen Kultur und Digitalisierung. So habe Niederösterreich ein Modell für den Breitband-Ausbau entwickelt, das weit über die Grenzen des Landes hinaus Anerkennung findet: „Diese Erfahrung und dieses Know-How stellen wir gerne zur Verfügung.“ Am Arbeitsgespräch nahmen auch die Landesräte Eichtinger und Danninger teil. Eichtinger brachte u. a. das Thema „leistbares Wohnen“ und die dabei in Niederösterreich gesetzten Schwerpunkte wie etwa den Einsatz erneuerbarer Energien im Wohnbau ein, Danninger bot eine Zusammenarbeit mit dem in Tulln entstehenden „Haus der Digitalisierung“ an.

Intensive Zusammenarbeit zwischen Niederösterreich und dem Staat Colorado, von links nach rechts: Landesrat Martin Eichtinger, Vizegouverneurin Dianne Primavera, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Landesrat Jochen Danninger.

Den Abschluss des Tages bildete ein Niederösterreich-Empfang mit dem Österreichischen Honorarkonsul und ehemaligen CEO von Western Union, Hikmet Ersek, gegeben im Headquarter von Western Union in Denver. Hier gab es für die mitgereisten Unternehmerinnen und Unternehmer aus Niederösterreich die Möglichkeit, mit der lokalen Business Community zusammenzutreffen und wertvolle Kontakte zu knüpfen.

Die abschließende, letzte Station des USA-Aufenthaltes wird die NÖ-Delegation nach San Francisco führen, wo u. a. ein Besuch der Stanford-University am Programm steht.

Foto: © NLK Pfeiffer

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