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Wissen macht Spaß – das ist das Motto des Roten Kreuzes Niederösterreich und des Jugendrotkreuzes NÖ. Bereits seit mehr als zehn Jahren bietet die Organisation kostenlose Lernförderprogramme. „Kindern und jungen Menschen den Bildungsweg zu erleichtern, ist uns ein großes Anliegen“, erklärt Präsident Josef Schmoll, Rotes Kreuz Niederösterreich. „Deshalb wollen wir nun vermehrt LernLesepat:innen ansprechen und damit gleichzeitig eine bessere Übersicht über bestehende Unterstützungsangebote geben.“

Das Rote Kreuz Niederösterreich startete bereits im Jahr 2013 mit dem ersten Lernhaus in Neunkirchen, es folgten weitere in Gänserndorf, Herzogenburg, Tulln, Bruck/Leitha und Mödling. Im gleichen Jahr wurden auch die Lesepatenschaften ins Leben gerufen, gefolgt von Lerntreffs und Lernpatenschaften. „Mittlerweile haben wir ein breites Angebot sowohl niederschwelliger Lese- und Lernunterstützung als auch regelmäßiger Hilfe im Rahmen unserer Lernhäuser und Lerntreffs“, sagt Hannes Buxbaum, Landesdirektor Gesundheits- und Soziale Dienste, Rotes Kreuz Niederösterreich. „Jungen Menschen Begleitung im schulischen Lernprozess bieten zu können, ist etwas ganz Besonderes – hier entscheiden sich vielfach die Zukunft, die Möglichkeiten, die diesen Kindern künftig offenstehen.“

Von 2013-2022 konnten so bereits 10.100 Kinder (inkl. Mehrfachzählungen) durch ein kostenloses Lernförderangebot des Roten Kreuzes am Nachmittag unterstützt werden. Das Angebot wird in weiten Zügen durch hauptberufliches Personal – alle mit pädagogischer Ausbildung – durchgeführt, aber auch die ehrenamtliche Leistung stellt einen wichtigen Anteil dar. So wurden allein in diesem Bereich 34.824 freiwillige Stunden und 58.449 Stunden durch Hauptberufliche erbracht, um Kinder beim Lernen zu unterstützen.

„Wir haben uns nun zum nächsten Schritt entschieden“, sagen Landesleiterin des Jugendrotkreuzes Maria Handl-Stelzhammer und Landesdirektor Hannes Buxbaum. „Hier wollen wir die Schulen wie auch die LernLesepat:innen unterstützen, um künftig gezielt Informationen sowie Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen bzw. ihnen auch einen entsprechenden Versicherungsschutz ermöglichen.“ In enger Zusammenarbeit zwischen dem Jugendrotkreuz NÖ und der Abteilung Familie und Jugend des Roten Kreuzes NÖ soll diese Vernetzung nun gezielt vorangebracht werden. „Es gibt wirklich viele LernLesepat:innen an den Schulen, die bisher nicht systematisch begleitet und unterstützt werden konnten“, erzählt Handl-Stelzhammer. „Hier gilt es eine gemeinsame Basis zu schaffen, um dadurch ein noch stärkeres Netzwerk für Kinder und Jugendliche zu etablieren.“

Wesentlich dabei ist: man muss nicht Rotkreuz-Mitglied sein, die Vernetzungsmöglichkeit bietet allen LernLesepat:innen Vorteile, auch ohne Mitgliedschaft. „Die Entscheidung erfolgt ausschließlich durch die Schule, an der unterstützt werden soll“, erläutert Handl-Stelzhammer. In enger Abstimmung mit der Bildungsdirektion für Niederösterreich bieten das Rote Kreuz Niederösterreich und das Jugendrotkreuz allen LernLesepat:innen Informationen, Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie Vernetzung an. Zusätzlich bekommen diese Personen dann im Rahmen ihrer Tätigkeit auch einen Versicherungsschutz.

Die Schule entscheidet selbst, ob sie LernLesepat:innenen an ihrer Schule im Unterricht einsetzt und welche Kinder bzw. Gruppen hier speziell unterstützt werden sollen.

Weitere Informationen: https://oerk.at/lernlesepatinnen

Die Lernförderprogramme des Roten Kreuzes NÖ

  • Lernhaus bietet jungen Menschen guten Start ins Leben

 „Wissen macht Spaß“ – unter diesem Motto stehen die Lernhäuser, die vom Österreichischen Roten Kreuz und Kurier Aid Austria (KAA) ins Leben gerufen wurden. Aktuell werden vom Roten Kreuz Niederösterreich sechs Lernhäuser betrieben deren Ziel es ist, Interesse an Bildung zu wecken, Kinder zum Lernen hinzuführen und ihnen so den Einstieg bzw. Anschluss zum Bildungssystem zu ermöglichen. Dieses Konzept geht voll auf. Lernen macht Freude, das ist das Motto – und das bereits seit mehr als zehn Jahren.

Hauptzielgruppe des Lernhauses sind sowohl Kinder mit mangelnden Deutschkenntnissen als auch mit schulischen Leistungsschwächen. Mit individueller Hilfestellung, etwa beim Erledigen der Hausaufgaben und gezielten Vorbereitungen auf Schularbeiten, werden die Kinder unterstützt.

Bereits nach kurzer Zeit zeigt sich, dass die Kinder mit Freude und Begeisterung dabei sind, sich auch bereits aktiver am Unterricht beteiligen und sich die Schulnoten verbessern. Neben dem Schulstoff stehen auch soziales Lernen, auch kurze Ausflüge und Workshops auf dem Programm. Finanziert werden die Lernhäuser dank der Unterstützung durch Sponsoren.

Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds als Teil der Reaktion der UNION auf die COVID-19-Pandemie mitfinanziert.

Dank Lerntreffs besser in die Mittelschule starten
„Den Lerntreff“ bietet das Rote Kreuz bereits an zehn Standorten an. Das Angebot wird direkt von den Rotkreuz-Bezirksstellen in Zusammenarbeit mit dem Jugendrotkreuz ermöglicht. Die Zielgruppe sind Pflichtschüler:innen der Volksschule und der ersten Klasse der Mittelschulen, die zusätzliche Unterstützung beim Lernen benötigen, um diese optimal beim Übergang von der Volksschule in die Mittelschule zu begleiten.

Diese kostenlose Form der Lernunterstützung findet an zwei Nachmittagen pro Woche in einer Partnerschule oder an der jeweiligen Bezirksstelle statt. Die Umsetzung erfolgt durch eine pädagogische Fachkraft, die von einem Team von Freiwilligen unterstützt wird. Dieses kostenlose Lernunterstützungsangebot hat seinen Fokus auf der Lern- und Hausaufgabenbetreuung und in der individuellen Lernunterstützung.

Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds als Teil der Reaktion der UNION auf die COVID-19-Pandemie mitfinanziert.

LernLesepat:innen helfen auf freiwilliger Basis
Durch gezielte Lese- und Lernbetreuung sollen Pflichtschüler:innen mit Schwierigkeiten bzw. Schwächen beim Lesen bzw. beim Lernen oder bei sprachlichen Defiziten unterstützt werden. Die LernLesepat:innen sind Freiwillige, die während der Unterrichtszeit in die Schule, in die schulische Nachmittagsbetreuung oder den Hort kommen und die Lehrer:innen beim Lesen, Lernen und Üben unterstützen. LernLesepat:innen sind ausschließlich in der Schule und während der Unterrichtszeit im Einsatz, weshalb dieser in enger Abstimmung zwischen Bildungsdirektion und Jugendrotkreuz erfolgt und vom Roten Kreuz und den Rotkreuz-Dienststellen unterstützt wird.

Alle anderen Lernförderangebote finden außerhalb des Unterrichts durch Rotkreuz-Mitarbeiter:innen statt.

Fotocredit: RK NÖ / M. Hechenberger

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