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Informationsangebot weiter ausbauen und bekannter machen

ST. PÖLTEN. In St. Pölten fand in dieser Woche auf Initiative von Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister gemeinsam mit Landesrätin Susanne Rosenkranz und Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig neuerlich der „Runde Tisch Gegen Gewalt an Frauen“ statt. Teilgenommen haben die Vertreterinnen und Vertreter aus Opferschutzeinrichtungen, Frauenberatung, Täterarbeit sowie Landespolizeidirektion NÖ, Kriminalamt NÖ, Kinder- und Jugendhilfe, Landesgesundheitsagentur NÖ sowie Schulpsychologie und Bildungsdirektion NÖ. Der Schwerpunkt lag im Speziellen auf dem Erfahrungsaustausch in der Zusammenarbeit mit dem Bereich Kinderschutz sowie der Vorstellung aktueller Maßnahmen im Bereich der häuslichen Gewalt.

„Im Bereich Kinderschutz gibt es das gleiches Phänomen wie bei häuslicher Gewalt gegen Frauen: Es gibt viele Schnittstellen und Übergänge in den Kompetenzen, wo die Gefahr besteht, dass Informationen verloren gehen. Aus diesem Grund ist es so wichtig, die verantwortlichen Organisationen in regelmäßigen Abständen an einen Tisch zu holen, um bestehende Maßnahmen zu evaluieren und neue zu konzipieren“, so Christiane Teschl-Hofmeister. „Termine wie dieser gewährleisten eine Bestandsaufnahme und Bewertung bestehender Maßnahmen, auf deren Basis wir für künftige Initiativen und Projekte aufbauen können“, so Landesrätin Susanne Rosenkranz. „Viele Maßnahmen werden bereits erfolgreich umgesetzt, aber es gibt noch viele Anknüpfungspunkte, die wir gemeinsam identifizieren und nutzen wollen“, so Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig.

Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig, Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Landesrätin Susanne Rosenkranz

Als Best-Practice-Beispiele nennen die drei Landesrätinnen das Symposium zu Kinderschutz und Kinderschutzkonzepten „Gemeinsame Verantwortung für unsere Kinder“. Eine weitere Maßnahme der Fachstelle für Gewaltprävention des Landes Niederösterreich in Zusammenarbeit mit der Kinderschutzorganisation „die möwe“ ist die überarbeitete Neuauflage der Broschüre „Sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen“.

„In dieser Neuauflage möchten wir neben den wesentlichen Informationen zu Gewalt an Kindern und Jugendlichen und Hinweisen zum richtigen Umgang damit, besonders auf die Rolle von Kinderschutzkonzepten eingehen. Denn ohne klare Qualitätskriterien und einem schützenden Umfeld kann Kinderschutz nicht funktionieren“, so die Geschäftsführerin von „die möwe“. Die Broschüre steht auf www.gewaltpraevention-noe.at zum Download bereit.

Sonja Stamminger (Landespolizeidirektion NÖ), Beate Wais (Leiterin Schulpsychologie/Bildungsdirektion NÖ), Helmuth Sturm (Leiter Abteilung Kindergärten), Theresia Ruß (kidsnest), Susanne Gröschel (NÖ LGA), Gabriele Peterschofsky-Orange (NÖ Kinder- und Jugendanwältin), Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig, Karl Fritthum (NÖ Bildungsdirektor), Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Hedwig Wölfl (Geschäftsführerin „die möwe“), Landesrätin Susanne Rosenkranz, Johann Seper (BH Scheibbs), Patricia Stauffer (Leiter-Stv. Abteilung Kinder- und Jugendhilfe), Alexander Grohs (Verein Neustart), Anna Sonnleitner (NÖ Gewaltschutzzentrum), Elisabeth Cinatl (Netzwerk Frauen- und Mädchenberatung, Geschäftsführerin Verein wendepunkt), Generalmajor Franz Popp (Landespolizeidirektion NÖ) und Olinda Albertoni (Frauenhaus St. Pölten).

Außerdem findet am 16. November das jährliche Symposium der Fachstelle für Gewaltprävention und der Pädagogischen Hochschule NÖ in Baden statt. Titel ist „Nix is fix. Das Miteinander bleibt.“ Ein thematischer Schwerpunkt ist der Kinderschutz. Die Anmeldung ist noch möglich.

Auch im Bereich der Häuslichen Gewalt setzt das Land Niederösterreich konkrete Maßnahmen. „Neben der im Jahr 2022 aufgelegten Faltkarte ‚Gewalt erkennen & reagieren‘ haben wir kürzlich das Gemeindepaket präsentiert. Ziel dieses Pakets ist die Stärkung der Zivilcourage durch Vernetzung auf der Gemeindeebene. Auch während der internationalen Kampagne ,16 Tage gegen Gewalt gegen Frauen‘ wird es wieder Aktionen geben, die auf das Thema aufmerksam machen. Denn leider zeigen Untersuchungen noch immer, dass viele von Gewalt betroffene Frauen nicht wissen, wohin sie sich wenden können. Wir werden hier nicht lockerlassen“, erklärt Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.

Der Ministerrat hat vor einem Monat unter anderem die verpflichtende Umsetzung von Schutzkonzepten an Schulen, die Verschärfung des Sexualstrafrechts und die Ausweitung des Tätigkeitsverbotes beschlossen.

Foto: © NLK Burchhart

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