Schmuckenschlager: Ausbau der Herkunftskennzeichnung rasch umsetzen

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LK NÖ-Präsident Johannes Schmuckenschlager
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Die Lebensmittelherkunft muss erkennbar sein, im Handel wie auch im Außer-Haus-Verzehr. Denn nur eine lückenlose Kennzeichnung schafft Sicherheit und Mehrwert für die heimischen Bauern und Konsumenten. Das hat auch die Bundesregierung erkannt und kommt damit der langjährigen Forderung der Landwirtschaftskammer NÖ nach, die Herkunftskennzeichnung im Außer-Haus-Verzehr, insbesondere in der Gemeinschaftsverpflegung, auszubauen.

Regionale Lebensmittel und Rohstoffe werden nach höchsten Qualitäts-, Tierwohl- und Umweltstandards produziert, das gibt Sicherheit und das schätzen auch die Konsumenten. Allerdings fehlen im Handel und im Außer-Haus-Verzehr überwiegend klare Herkunftsangaben. Dies führt zur Schwächung der heimischen Landwirte in der Lebensmittelkette und zu Verlusten regionaler Wertschöpfung. Die heimische Erzeugung ist wichtig für die Versorgungssicherheit unseres Landes, das hat gerade die Corona-Krise gezeigt. Die Herkunftskennzeichnung ist hier ein wichtiges Werkzeug, um die Produktion für die Zukunft abzusichern. Weiters führt eine fehlende Kennzeichnung zur Irreführung der Konsumenten. „Nur eine nachvollziehbare Herkunftskennzeichnung für Lebensmittel und Rohstoffe schafft eine klare Entscheidungsgrundlage und damit Sicherheit und Mehrwert für die Konsumenten und unsere Bäuerinnen und Bauern. Wir fordern schon lange eine lückenlose und klar nachvollziehbare Kennzeichnung der Produkte und begrüßen daher sehr, dass die Bundesregierung hier nun tätig wird“, so Johannes Schmuckenschlager, Präsident der Landwirtschaftskammer NÖ.

Die Bedeutung einer klaren Herkunftskennzeichnung macht die Landwirtschaftskammer NÖ auch in ihrem Zukunftsplan 2020 bis 2025 deutlich, in welchem die transparente und lückenlose Kennzeichnung von Lebensmitteln als zentrale Maßnahme verankert ist. Die heimische Landwirtschaft ist im globalen und europäischen Vergleich durch hohe Produktionsstandards und kleine Betriebsgrößen gekennzeichnet. „Unsere hochwertigen regionalen Produkte, die nach höchsten Standards erzeugt werden, schätzen auch die Konsumenten. Sie können sich aber nur dann bewusst für regionale Produkte entscheiden, wenn es eine klare Herkunftskennzeichnung gibt. Sie ist ein wichtiger Schlüssel für mehr Wertschätzung und Wertschöpfung von regionaler Erzeugung. Es geht nicht um Bevormundung, sondern um Entscheidungsfreiheit“, erklärt Schmuckenschlager. Entscheidungsfreiheit für die Konsumenten und die Absicherung

„Wichtig ist, dass das Gesundheitsministerium jetzt rasch handelt und die verpflichtende Herkunftskennzeichnung in der Gemeinschaftsverpflegung und in verarbeiteten Lebensmitteln umsetzt. Das schafft Fairness in der Wertschöpfungskette und stärkt die regionale Produktion“, so Schmuckenschlager abschließend.

Foto: LK NÖ/Franz Gleiß

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