Anzeige

Seit dem 14. Januar 2014 besteht in Armenien die Möglichkeit Zivildienst zu leisten. Wie ein Vertreter der Armenischen Zivildienstkommission erklärt, war dies „eine der besten Entscheidungen unseres Staates“. All jene, die den Kriegsdienst aus Gewissens­gründen ­verweigern, können seitdem ihren Beitrag für die Gesellschaft leisten, ohne im Militär zu dienen. Stattdessen werden ihnen verschiedene Aufgaben im Bau-, Versorgungs- und Sozialwesen sowie im Landschaftsbau übertragen.

Seit der Zivildienst in Armenien vor zehn Jahren eingeführt wurde, haben sich auch über 450 junge Zeugen Jehovas dazu entschieden, diese Möglichkeit in Anspruch zu nehmen. Davor wurden viele Glaubensmitglieder, die es nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren konnten, Wehrdienst zu leisten, zu langen Freiheitsstrafen verurteilt. Nun sind sie dankbar, dass sie durch den Zivildienst etwas für das Gemeinwohl tun können.

Emin Mchitarjan, Gor Muschkambarjan, Mikajel Dawtjan, Artsach Tumanjan und Howhannes Sargsjan leisten ihren Zivildienst bei der Müllabfuhr Foto: © jw.org

Artur Martirosjan, ein junger Zeuge Jehovas, arbeitete im Zuge seines Zivildienstes drei Jahre in einem Krankenhaus. Rückblickend erzählt er: „Ich war froh, dass ich auf diese Weise anderen helfen konnte. Außerdem habe ich mich in dieser Zeit in meiner Persönlichkeit weiterentwickelt. Ich bin flexibler geworden, kann jetzt besser mit Stress umgehen und besser mit anderen kommunizieren.“

Samuel Petrosjan bei seinem Zivildienst in einem Park Foto: © jw.org

Samuel Petrosjan, ebenfalls ein Mitglied der Zeugen Jehovas, leistet seinen Zivildienst zur Zeit als Landschafts­gärtner. Er berichtet: „Ich bemühe mich, mir einen guten Ruf zu erarbeiten. Zum Beispiel gebe ich mein Bestes, alle meine Aufgaben ordentlich zu machen und immer ehrlich zu sein. Deswegen werde ich von meinen Vorgesetzten respektiert und gut behandelt.“

Ein leitender Beamter bemerkte bezüglich der Einführung des Zivildienstes in Armenien: „Ursprünglich war ich gegen die Einführung des Zivildienstes, weil ich Bedenken wegen der nationalen Sicherheit oder eines möglichen Missbrauchs hatte. … Aber ich wurde eines Besseren belehrt. Nach mehreren Jahren lässt sich mit Gewissheit sagen, dass … Jehovas Zeugen durch ihren Zivildienst keine Gefahr für die nationale Sicherheit darstellen. Im Gegenteil, dank des Zivildienstes haben wir in vielen Bereichen einsatzfreudige Arbeitskräfte.“

Spartak Scholjan und Artjom Aghbaljan arbeiten im Rahmen ihres Zivildienstes in einem Pflegeheim Foto: © jw.org

Ein Mitglied der Armenischen Zivildienstkommission äußerte sich außerdem wie folgt: „Es ist nun zehn Jahre her, dass wir in Armenien den Zivildienst eingeführt haben … Mit einem gewissen Stolz können wir sagen: Den Zivildienst einzuführen war eine der besten Entscheidungen unseres Staates. Bei unseren regelmäßigen Inspektionen haben wir beobachtet, dass die Zivildienstleistenden fleißig sind, einen positiven Geist haben und ihre Arbeit mit einem Lächeln verrichten. Jedes Jahr erhalten wir unzählige Briefe der Wertschätzung für den außergewöhnlichen Beitrag zum Gemeinwohl, den Zeugen Jehovas durch ihren Zivildienst leisten. Die Leiter der entsprechenden Einrichtungen loben sie durchweg als ihre besten Arbeitskräfte.“

Kontakt:
Franz Michael Zagler
Tel: 0676/637 84 96
E-Mail: fm.zagler@outlook.com

Anzeige