Die AB HOF 2026 in Wieselburg glänzt mit Rekorden, prämierten Gaumenfreuden und einer jungen Generation, die das Handwerk der Direktvermarktung völlig neu denkt.
Der Duft von frisch gebackenem Bauernbrot, würzigem Speck und edlen Bränden liegt wie ein unsichtbarer Schleier über dem Messegelände in Wieselburg, während das Stimmengemurmel von tausenden Besuchern die Hallen erfüllt. Es ist diese ganz besondere Mischung aus geschäftigem Treiben und herzlicher Gastfreundschaft, die die AB HOF auch im Jahr 2026 zum unbestrittenen Epizentrum der bäuerlichen Direktvermarktung macht.
Wer hier durch die Gänge schlendert, spürt sofort, dass es um weit mehr geht als nur um den Verkauf von Lebensmitteln; es ist ein Schaufenster für Leidenschaft, harte Arbeit und den ungebrochenen Stolz einer ganzen Branche. Mit rund 260 Ausstellern – ein stolzes Plus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr – hat die Messe ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt und bewiesen, dass regionale Wertschöpfung lebendiger ist denn je.

Inmitten der Messestände, an denen intensive Fachgespräche über moderne Verarbeitungsmethoden und innovative Vermarktungsstrategien geführt werden, blitzt immer wieder goldenes Metall auf. Das 30-jährige Jubiläum der Produktprämierungen bildete in diesem Jahr das emotionale Herzstück der Veranstaltung. Mit fast 4.000 Einreichungen haben sich diese Auszeichnungen längst als der „Olymp“ für bäuerliche Spezialitäten im deutschsprachigen Raum etabliert. Es ist ein Moment der Wahrheit, wenn die harte Arbeit eines ganzen Jahres in Form von Medaillen gewürdigt wird, und die Freude in den Gesichtern der prämierten Produzenten macht die hohe Qualität der heimischen Landwirtschaft greifbar. Doch der Blick der Messebesucher geht nicht nur zurück auf bewährte Traditionen, sondern mutig nach vorne.
Besonders die Bühne der „Jungen Pioniere“ zog das Publikum magisch an. Hier präsentierte eine neue Generation von Landwirten ihre Visionen: weg vom bloßen Rohstofflieferanten, hin zum kreativen Unternehmer mit eigenen Marken und mutigen Konzepten. Ob digitale Vertriebswege oder völlig neue Nischenprodukte – der Geist des Aufbruchs war in jeder Präsentation spürbar. Flankiert wurde dieser Innovationsgeist von einem Fachprogramm, das von Workshops bis hin zu praxisnahen Vorführungen reichte und den Teilnehmern das nötige Rüstzeug für die Herausforderungen der Zukunft mitgab. Dass dabei auch die Geselligkeit nicht zu kurz kam, bewies der traditionelle Steirer-Abend, an dem bei Wein und guten Gesprächen die Grenzen zwischen Fachpublikum und Genießern verschwammen.
- Foto: © David Erber
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Wenn sich die Tore in Wieselburg schließen, bleibt das Gefühl einer Branche, die vor Kraft nur so strotzt und die bereits jetzt mit Vorfreude auf den Termin vom 5. bis 8. März 2027 blickt. Doch für das Messegelände ist nach der AB HOF vor dem nächsten Highlight. Schon Ende März wird es technisch und kreativ, wenn die „Modell Hobby Freizeit“ ihre Pforten öffnet, bevor im Mai mit der „Land Forst Jagd“ der nächste große Treffpunkt für Naturverbundene ansteht. Wieselburg bleibt somit der Ort, an dem die Vielfalt des ländlichen Lebens eine Bühne findet, die weit über die Grenzen der Region hinausstrahlt.