Start Lifestyle Kino/TV/Musik Ausverkauftes Haus und große Emotionen: Schubertiaden 2026 erfolgreich eröffnet

Ausverkauftes Haus und große Emotionen: Schubertiaden 2026 erfolgreich eröffnet

Foto: © Schubert Schloss Atzenbrugg.

Clemens Unterreiner, Andrea Linsbauer und Andreas Láng begeisterten bei „Gesang und Wort“ – nächste Schubertiade am 14. Juni stellt junge Talente ins Rampenlicht

Mit einem ausverkauften Festsaal, zusätzlich geöffneten Nebensälen und tosendem Schlussapplaus starteten die Schubertiaden 2026 im Schubert Schloss Atzenbrugg fulminant in die neue Saison. Unter dem Titel „Gesang und Wort“ begeisterten Kammersänger Clemens Unterreiner, Pianistin Andrea Linsbauer und Moderator Andreas Láng das Publikum mit einem ebenso anspruchsvollen wie kurzweiligen Programm zwischen Franz Schubert, Robert Schumann und Richard Strauss.

Bereits zu Beginn begrüßte Intendantin KS Ildikó Raimondi die zahlreichen Gäste – darunter auch Elisabeth Gürtler und Maria Rauch-Kallat – und verwies auf eine besondere Auszeichnung: Das Schubert Schloss Atzenbrugg wurde 2026 als Kulturerbe-Botschafter Niederösterreichs gewürdigt – ein Zeichen dafür, welche Bedeutung dieser historische Ort für die Identität des Bundeslandes besitzt.

Foto: © Schubert Schloss Atzenbrugg.

Eine erste Schubertiade voller Charme und musikalischer Leidenschaft
Was den Nachmittag besonders machte, war die spürbare Freude am Gemeinsamen. Unterreiner, Linsbauer und Láng präsentierten sich als eingespieltes Trio, obwohl sie erstmals in dieser Konstellation gemeinsam auftraten: ungezwungen, leidenschaftlich und mit großer Nähe zum Publikum. Zwischen den Liedern vermittelte Staatsopern-Dramaturg Andreas Láng kenntnisreich und unterhaltsam spannende Hintergründe zu Werk und Entstehungsgeschichte. So erklärte er etwa die vielschichtige Symbolik von Schumanns „Die Lotosblume“ nach einem Gedicht von Heinrich Heine, in dem eine Liebe beschrieben wird, die gerade deshalb ihre Schönheit bewahrt, weil sie unerfüllt bleibt. Ebenso erinnerte er daran, dass die erste historische Schubertiade in der Wiener Wohnung von Franz von Schober stattfand. Schubert war damals erst 21 Jahre alt. In den wenigen Jahren, die ihm noch bleiben sollten, wurden diese Zusammenkünfte zum künstlerischen und menschlichen Zentrum seines Lebens.

„An die Musik“: Eine Hymne auf die Musik – und auf Ildiko Raimondi
Gefragt nach dem Lied, das sie persönlich am meisten bewegt, waren sich Clemens Unterreiner und Andrea Linsbauer sofort einig: Schuberts „An die Musik“. Die berühmten Zeilen „Du holde Kunst, in wieviel grauen Stunden, wo mich des Lebens wilder Kreis umstrickt, hast du mein Herz zu warmer Lieb’ entzunden, hast mich in eine bessre Welt entrückt“ seien für beide weit mehr als Liedtext, sondern eine Liebeserklärung an ihren Beruf und die Kraft der Musik selbst.

Mit besonderer Wärme sprach Unterreiner auch über seine langjährige Weggefährtin Ildikó Raimondi. Die Intendantin habe ihn bereits in seinen ersten Jahren an der Wiener Staatsoper unterstützt und gefördert. Umso mehr freue es ihn, die Schubertiaden-Saison 2026 eröffnen zu dürfen. „Es gibt keinerlei Konkurrenzdenken. Gerade im Kulturland Niederösterreich unterstützen wir einander gegenseitig. Ich fühle mich sehr geehrt, die Schubertiaden-Saison eröffnen zu dürfen“, betonte der Kammersänger und Intendant der Oper Burg Gars.

Sonntag, 14. Juni 2026, 16 Uhr: Die nächste Generation übernimmt die Bühne
Bereits am Sonntag, dem 14. Juni 2026, folgt mit der Schubertiade „Junge Schubert-Talente“ der nächste Höhepunkt der Saison. Im Mittelpunkt stehen herausragende Nachwuchskünstlerinnen und Nachwuchskünstler der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw) sowie des Mozarteums Salzburg.

Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw)

  • Korbinian Schlag, Bariton
  • Dominik Milewski, Bariton
  • Milan Begovic, Klavier

Universität Mozarteum Salzburg

  • Emily Jung, Sopran
  • Maksim Smirnov, Bariton
  • Jiayin Li, Klavier

Als besonderer Stargast wird die erst elfjährige Violinistin Eloisa Aubert, Gewinnerin der ORF-„Goldenen Note 2025“, erwartet. Die junge Luxemburgerin gilt als eines der vielversprechendsten Nachwuchstalente Europas. Schubertiaden-Intendantin Ildikó Raimondi sitzt selbst in der Jury des renommierten Nachwuchswettbewerbs und zeigte sich von Auberts außergewöhnlicher Musikalität nachhaltig beeindruckt. Nun ist die junge Geigerin erstmals im Schubert Schloss Atzenbrugg zu erleben.

Als Ehrengäste werden außerdem die Gewinnerinnen des Kreativwettbewerbs „Schubert Reloaded“ begrüßt. Die Schülerinnen Magdalena Hubmayer, Sarah Rosenwirth, Robyn Sattler, Mia Schweitzer und Luisa Stumpf vom BRG/BORG St. Pölten überzeugten die Jury mit ihrem originellen Siegerprojekt „Franzisko“, einem humorvollen Video über einen zeitreisenden Franz Schubert, der sich überraschend mühelos in der Gegenwart bewegt. Nun erleben sie die Schubertiade der jungen Talente als Ehrengäste.

Ermöglicht wird die Nachwuchs-Schubertiade mit freundlicher Unterstützung des Vereins „Amicitia – Freunde junger Künstlerinnen & Künstler“, der sich seit vielen Jahren für die Förderung junger musikalischer Talente engagiert.

Schubertiaden 2026: Leben, Liebe, Vergänglichkeit
Unter dem Motto „Leben – Liebe – Vergänglichkeit“ widmen sich die Schubertiaden 2026 bis Oktober einer besonders intensiven Schaffensphase Franz Schuberts. Musik, Literatur und Wissenschaft treten dabei in einen lebendigen Dialog und eröffnen immer wieder neue Perspektiven auf den Komponisten und seine Zeit.

Weitere Informationen und Tickets:
www.schubertschloss.at
www.schubertschloss.at/presse

Die mobile Version verlassen