Seit dem 1. April weht ein neuer Wind durch Österreichs Supermärkte. Das neue Anti-Mogelpackungs-Gesetz ist da! Während wir uns jahrelang fragten, ob in der Chipstüte außer Stickstoff und drei einsamen Kartoffelscheiben überhaupt noch Materie existiert, herrscht nun bittere Klarheit.
Dank neuer Kennzeichnungspflicht prangen uns nun Slogans wie „Weniger Inhalt – höherer Preis“ entgegen. Bei den großen Ketten direkt am Regal, beim Greißler ums Eck per Plakat. Die Hersteller müssen endlich Farbe bekennen: Endlich wird der „Shrinkflation“ der Riegel vorgeschoben. Dass wir im Jahr 2026 tatsächlich ein Gesetz brauchen, um nicht beim Blick in die Müsli-Packung ein physikalisches Vakuum vorzufinden, ist die eigentliche Ironie an der Sache.
Und macht das den Einkaufswagen billiger? Leider nein. Die Inflation bleibt uns treu wie die Steuern. Aber immerhin: Wenn wir jetzt für ein Packung Butter fast den Preis eines Kleinwagens zahlen, geschieht das wenigstens mit offenem Visier. Der Einkaufswagen wird nicht voller, aber unser Zorn wird endlich amtlich bestätigt.
Wohl bekomm’s!
Symbolbild: © Alexas_Fotos auf Pixabay
