AUTOTEST. Kia K4 und EV9 GT
Mit dem neuen K4 und dem extrem starken EV9 GT zeigt Kia bei einer ersten Ausfahrt zwei völlig unterschiedliche Charaktere – und trifft damit dennoch erstaunlich genau den Geschmack vieler österreichischer Autofahrer.
Kia baut sein Modellprogramm weiter konsequent aus. Bei einer kurzen Präsentationsfahrt rund um den Attersee stehen gleich zwei Neuheiten im Mittelpunkt, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Einerseits der neue Kia K4, der künftig die Nachfolge des erfolgreichen Ceed antreten soll und mit viel Platz sowie klassischen Tugenden besonders jene Kunden anspricht, die bislang gerne zum Kombi greifen. Andererseits der neue Kia EV9 GT – ein elektrisches Performance-SUV mit brachialer Leistung und imposantem Auftritt.
Der neue Kia K4 positioniert sich sowohl als Hatchback als auch Sportswagon mit sportlicher Linienführung, großzügigem Innenraum und hoher Alltagstauglichkeit. Er bietet viel Platz und einen ausladenden Gepäckraum. Gerade in Österreich dürfte das Kombi-Konzept wiederum gut ankommen. Viele Autofahrer wünschen sich weiterhin praktische Fahrzeuge mit ausreichend Raum, angenehmem Komfort und modernen Antrieben, ohne gleich auf ein SUV umzusteigen.
Beim Antrieb setzt Kia ausschließlich auf moderne Turbobenziner. Das Einstiegsmodell leistet 85 kW / 115 PS, darüber rangieren zwei 1,6-Liter-Turbobenziner mit 110 kW / 150 PS beziehungsweise 132 kW / 180 PS. Zusätzlich gibt es einen 48-Volt-Mildhybrid auf Basis des 1,0-Liter-Turbobenziners. Das Topmodell sprintet in 8,4 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht bis zu 210 km/h.
Bereits auf den ersten Kilometern hinterlässt der K4 einen ausgewogenen Eindruck. Die Lenkung arbeitet direkt, das Fahrwerk komfortabel und gleichzeitig angenehm straff. Innen präsentiert sich der neue Kia ausgesprochen modern. Das serienmäßige Panoramadisplay mit zwei 12,3-Zoll-Bildschirmen dominiert das Cockpit, dazu kommen umfangreiche Konnektivitätslösungen inklusive KI-Assistent, Videostreaming, WiFi-Hotspot und digitalem Fahrzeugschlüssel.
Völlig anders tritt daneben der neue Kia EV9 GT auf. Schon optisch wirkt das fast 5,02 Meter lange Elektro-SUV wie ein rollendes Statement. In der GT-Version wird der ohnehin imposante EV9 endgültig zum elektrischen Kraftpaket. Zwei Elektromotoren liefern gemeinsam 374 kW / 509 PS und katapultieren das große SUV in lediglich 4,6 Sekunden auf Tempo 100. Bereits die massiven 21-Zoll-Earth-Leichtmetallfelgen mit 285/45-R21-Bereifung machen klar, dass der EV9 GT deutlich mehr sein möchte als nur ein luxuriöses Familien-SUV.
Trotz seiner Größe fährt sich der EV9 GT überraschend präzise und souverän. Besonders spektakulär wirkt die GT-Taste am Lenkrad. Ein Druck genügt und der große Kia schärft Leistungsentfaltung und Fahrcharakter spürbar nach – genau jenes kleine, aber wichtige GT-Detail, das perfekt zum kraftvollen Auftritt passt. Dank 800-Volt-Technik lädt das Elektro-SUV an Schnellladestationen mit bis zu 210 kW Gleichstromleistung. Unter optimalen Bedingungen soll der Akku dadurch in rund 24 Minuten von zehn auf 80 Prozent geladen werden.
Fazit: Mit dem neuen K4 und dem EV9 GT zeigt Kia eindrucksvoll die enorme Bandbreite der Marke. Der K4 bedient klassische Tugenden wie Platz, Komfort und Effizienz, während der EV9 GT die elektrische Performance-SUV-Klasse kräftig aufmischt.
Fotos: © slz
