Zweiter Bauabschnitt in Warth läuft, Fertigstellung bis 2028
Landesrat Anton Kasser, Bürgermeisterin Michaela Walla und Vertreter der Wildbach- und Lawinenverbauung haben in Warth über den Stand des Hochwasserschutzprojekts am Hassbach informiert. Im Mittelpunkt stehen der zweite Bauabschnitt und die Errichtung der Rückhaltebecken, die bis 2028 fertig sein sollen. Das Projekt kostet knapp 16 Millionen Euro.

Der Hassbach hat im Gemeindegebiet in den vergangenen 200 Jahren rund 30 massive Hochwasserereignisse verursacht, zuletzt im Juni 2018. Damals riss der Bach eine Brücke weg, beschädigte zwei weitere schwer und richtete an Privathäusern rund zwei Millionen Euro Schaden an. Als Konsequenz entstand gemeinsam mit der Gemeinde ein Konzept mit drei Bauabschnitten. Der erste, die Stabilisierung des Laaergrabens oberhalb von Kirchau, ist abgeschlossen. Der zweite umfasst die Becken Mantelgraben und Hassbach Ort, darunter eine 14,9 Meter hohe Mauer. Der dritte mit dem Becken Kirchau ist für 2028 bis 2030 geplant. „Aus den Erfahrungen vergangener Hochwasserereignisse werden die richtigen Konsequenzen gezogen“, sagte Kasser. Die Becken sollen mehr als 400.000 Kubikmeter Wasser zurückhalten und rund 240 Liegenschaften schützen. Walla betonte: „Die Grundstücksbesitzer haben gesagt: ‚Ja, wir helfen euch bei diesem Projekt.‘“ Die Gemeinde trägt 25 Prozent der Kosten.