Start Regional Mostviertel Kahlschlag bei ZKW: Lichtsysteme-Spezialist baut 600 Stellen in Österreich ab

Kahlschlag bei ZKW: Lichtsysteme-Spezialist baut 600 Stellen in Österreich ab

ZKW Group GmbH in Wieselburg. Foto: © ZKW Group

Die dunklen Wolken über der europäischen Automobilindustrie hinterlassen nun auch beim niederösterreichischen Vorzeigebetrieb ZKW tiefe Spuren. Der Spezialist für innovative Lichtsysteme sieht sich angesichts eines massiven Kostendrucks und sinkender Erträge zu einem drastischen Sparkurs gezwungen. Wie das Unternehmen mit Hauptsitz in Wieselburg bekannt gab, wird im Rahmen eines umfassenden Restrukturierungsprogramms weltweit fast jeder vierte Arbeitsplatz gestrichen. Bis Ende 2027 sollen insgesamt rund 2.300 Stellen wegfallen, wobei der Standort Österreich mit einem Abbau von 600 Arbeitsplätzen besonders hart getroffen wird.

Wonyong Hwang, CEO der ZKW Group. Foto: © ZKW Group

Laut CEO Wonyong Hwang ist dieser Schritt unumgänglich, um die langfristige Zukunft des Unternehmens in einem krisengeschüttelten Marktumfeld abzusichern. Die gesamte Branche leidet derzeit unter einer rückläufigen Nachfrage, verschobenen Kundenprojekten und einer rigorosen Fixierung auf Kosteneffizienz. Für ZKW bedeutet dies eine strategische Neuausrichtung des gesamten europäischen Produktionsnetzwerks, bei der Strukturen gestrafft und Effizienzpotentiale konsequent genutzt werden sollen, um gegen die internationale Konkurrenz bestehen zu können.

Trotz der massiven Einschnitte betont die Konzernleitung die Bedeutung der heimischen Standorte. Österreich soll als Kompetenzzentrum erhalten bleiben, da das dort gebündelte Know-how und die Innovationskraft der erfahrenen Belegschaft als Fundament für den künftigen Erfolg gewertet werden. Um die personellen Anpassungen so verträglich wie möglich zu gestalten, wurde bereits ein freiwilliger Sozialplan erfolgreich verhandelt. Dieser soll den betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der schwierigen Übergangsphase Sicherheit bieten.

ZKW Group GmbH in Wieselburg. Foto: © ZKW Group

Hermann Seitz, Standortleiter in Wieselburg, bezeichnete die Entscheidung als schmerzhaft, aber notwendig für den Fortbestand des regionalen Leitbetriebs. In den kommenden zwei Jahren wird jede geplante Ausgabe auf den Prüfstand gestellt, um die erforderlichen Budgetziele zu erreichen.

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