Niederösterreich finanziert neuen Lehrstuhl an der FH Wiener Neustadt
Niederösterreich investiert 1,5 Millionen Euro in Künstliche Intelligenz für die Landwirtschaft. An der FH Wiener Neustadt entsteht ein neuer Lehrstuhl, der KI-Anwendungen fit für den Bauernhof machen soll. Noch heuer soll die Stelle besetzt werden.

Die Versorgungssicherheit stärken, die Arbeit auf den Höfen erleichtern und modernste Technologie in die Praxis bringen – das sind die Ziele hinter einem neuen Lehrstuhl, den das Land Niederösterreich mit rund 1,5 Millionen Euro fördert. Angesiedelt wird er an der FH Wiener Neustadt, in Kooperation mit dem Francisco Josephinum in Wieselburg. Der Lehrstuhl trägt den Namen „Datenzentrierte KI in der Landwirtschaft“ und soll noch im laufenden Jahr besetzt werden. LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf macht die Erwartung deutlich: „Wir erwarten uns konkrete Lösungen, die in der Praxis ankommen, die den Betrieben das Leben leichter machen und die die Versorgungssicherheit stärken.“ Zum Lehrstuhl gehören neben der Leitungsstelle auch weiteres wissenschaftliches Personal sowie neue Lehrinhalte. Die Forschung startet mit drei konkreten Schwerpunkten: Wachstumsmodellierung, nachhaltiger Pflanzenschutz mit Blick auf Biodiversität sowie die Verbesserung digitaler Entscheidungssysteme für Landwirte. Studiengangsleiter Markus Gansberger betont den Nutzen für die Ausbildung: Studierende sollen von der Verbindung aus Agrarkompetenz und technologischer Expertise profitieren – Fähigkeiten, die in einer digitalisierten Landwirtschaft zunehmend gefragt sind. Langfristig soll an der FH Wiener Neustadt ein eigenes Kompetenzzentrum für Digital Farming entstehen.