Retrospektive zeigt Pionier der Pop-Art in internationaler Reihe
Die Kunsthalle Krems hat die Retrospektive „Robert Rauschenberg. Image and Gesture“ eröffnet. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner gab den offiziellen Startschuss für eine Schau, die Krems in eine Reihe mit New York und Hongkong stellt – als Teil des internationalen Ausstellungsreigens zum hundertsten Geburtstag des US-amerikanischen Künstlers.

Dass die Kunsthalle Krems nach Weltstädten wie New York und Hongkong eine Rauschenberg-Retrospektive ausrichte, sei „ein ganz klares Signal für das internationale Vertrauen in das Kulturland Niederösterreich“, sagte Landeshauptfrau Mikl-Leitner bei der Eröffnung. Sie betonte: „Internationale Spitzenkunst hat nicht nur im urbanen Raum eine Heimat, sondern auch in ländlichen Regionen.“ Investitionen in Kunst und Kultur seien für das Land kein „Kann“, sondern ein „Muss – nicht Selbstzweck, sondern Lebenselixier.“ Auch der amerikanische Botschafter Art Fischer würdigte die Schau. Er zeigte sich überzeugt, dass „Kultur Türen öffnen und Vertrauen über Sprachbarrieren und Staatsgrenzen hinweg aufbauen“ könne. Niederösterreichs Unterstützung amerikanischer Kunst stärke zugleich die internationale Partnerschaft. Kunsthalle-Direktor Florian Steininger bezeichnete Rauschenberg als einen der einflussreichsten US-amerikanischen Künstler des 20. Jahrhunderts und Wegbereiter der Pop-Art und Konzeptkunst. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehe „ein Zusammenspiel aus fotografischem Bildmaterial und gestischer Malerei“, so Steininger. Julia Blaut, Direktorin der Rauschenberg Stiftung, hob hervor, der Künstler habe eine Brücke zwischen Expressionismus und Pop-Art geschlagen: „Er war schon immer an allem Neuen interessiert, und das spiegelt sich in all seinen Werken wider.“ Musikalisch begleitet wurde die Eröffnung von Gregor Reinberg, der auf der Violine die Komposition „Circus on“ von John Cage interpretierte – einem Komponisten, der Rauschenbergs Werke in akustische Performances transformierte.