ÖGK warnt: Jede Stunde Handy erhöht Risiko deutlich
Je mehr Zeit Kinder vor Handy, Tablet oder Computer verbringen, desto größer wird die Gefahr für Kurzsichtigkeit. Das zeigt eine internationale Datenanalyse aus dem Jahr 2025. Auch die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) registriert bereits mehr Kinder mit Sehproblemen.

Handy, Tablet und Computer gehören heute zum Alltag vieler Kinder. Eine große internationale Datenanalyse aus 2025 zeigt nun, wie riskant das für die Augen sein kann: Jede zusätzliche Stunde tägliche Bildschirmzeit erhöhte das Risiko für Kurzsichtigkeit um 21 Prozent. Besonders stark stieg die Gefahr bei ein bis vier Stunden Bildschirmzeit pro Tag. Auch die ÖGK-Zahlen bestätigen den Trend: 2026 nahmen 15.682 Kinder zwischen 0 und 10 Jahren Leistungen von Augenoptiker*innen in Anspruch – rund vier Prozent mehr als im Jahr davor. Kinderärztin Dr.in Gabriele Berger vom Gesundheitszentrum Floridsdorf der ÖGK erklärt: „Kinder brauchen nicht nur weniger Zeit vor dem Bildschirm, sondern vor allem mehr von dem, was kein Bildschirm ersetzen kann: Gespräche, Blickkontakt, gemeinsames Spielen, Bewegung und Zeit im Freien.“ Der Grund: Bildschirme bedeuten viel Sehen im Nahbereich, während Zeit im Freien bei Tageslicht der Kurzsichtigkeit entgegenwirken kann. Die ÖGK empfiehlt daher: unter drei Jahren möglichst keine Bildschirmmedien, zwischen drei und sechs Jahren maximal 30 Minuten täglich – und regelmäßige Pausen mit Blick in die Ferne.