Wie bleibt rasche notärztliche Hilfe im Weinviertel gesichert? Darüber diskutierten mehr als 200 Besucherinnen und Besucher im Retzerlandhof in Zellerndorf. Landesrat Sven Hergovich und Notarzt Tarik Farahat forderten, jede Änderung müsse sich an der Sicherheit der Bevölkerung messen lassen.

Bei der Veranstaltung „Notarzt retten“ des SPÖ-Landtagsklubs war der Saal voll besetzt. „Zuerst Verbesserungen, dann Struktur“, stellte Hergovich klar. Ersatzmaßnahmen müssten vollständig aufgebaut, erprobt und bewertet sein, bevor bestehende Strukturen zur Debatte stünden. „Mit der SPÖ werden keine Verschlechterungen in der Notarztversorgung umgesetzt.“ Farahat lobte die Arbeit der Sanitäterinnen und Sanitäter. Mehr Kompetenzen für sie seien zu begrüßen, nicht jeder Einsatz brauche einen Notarzt. Bei Herzinfarkt, Schlaganfall oder schweren Unfällen könnten jedoch Minuten entscheiden. Telenotfallmedizin, First Responder und Flugrettung seien wichtige Ergänzungen, müssten aber auch nachts und bei Schlechtwetter verfügbar sein. „Ein NEF ist keine Insel“, so Farahat. Bezirksparteivorsitzender Stefan Hinterberger kündigte den Kampf für alle Notarztstützpunkte an. Nationalrätin Melanie Erasim nannte den Standort Retz einen wichtigen Teil der Versorgung im westlichen Weinviertel: „Wertvolle Minuten dürfen nicht verloren werden.“