Niederösterreich heizt sich warm – mit Holzpellets statt Öl. Zum zweiten Mal in Folge sind im bevölkerungsreichsten Bundesland mehr Pellet- als Ölheizungen in Betrieb. 2025 haben allein 4.829 Haushalte den Umstieg vollzogen – österreichweit ein Spitzenwert.

Die Zahlen sind eindeutig: Aktuell heizen in Niederösterreich 63.344 Haushalte mit Pellets, während nur noch 54.354 auf Öl setzen. Vor fünf Jahren waren es noch rund 100.000 Ölkessel – seither hat sich deren Zahl halbiert. Das zeigt eine aktuelle Analyse des Branchenverbands proPellets Austria. Der Umstieg lohnt sich auch finanziell. Die 4.829 Haushalte, die im Vorjahr auf Pellets gewechselt haben, sparen laut proPellets zusammen 11,5 Millionen Euro Heizkosten pro Jahr. Alle Pellet-Haushalte in Niederösterreich zusammen kommen auf eine Ersparnis von 152 Millionen Euro jährlich im Vergleich zu Öl. „Wer bei den aktuellen Preisen auf eine Pelletheizung umsteigt, spart 2.400 Euro oder ein 15. Monatsgehalt“, sagt Doris Stiksl, Geschäftsführerin von proPellets Austria. Neben dem Geldbeutel profitiert auch das Klima. Die österreichweit 18.032 neu installierten Pelletheizungen des Vorjahres vermeiden laut einer Studie im Auftrag der Wirtschaftskammer Steiermark in den nächsten 20 Jahren 3,5 Millionen Tonnen CO₂. LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf sieht darin einen klaren politischen Auftrag: „Wir heizen lieber mit heimischer Energie als mit teuren Importen aus Krisengebieten. Das stärkt unsere heimische Wirtschaft und macht uns unabhängiger von Russland und dem arabischen Raum.“ Stiksl fordert als Konsequenz verlässliche Förderungen: „Mit regionaler Biomasse sichern wir Arbeitsplätze und halten die Wertschöpfung im Land.“