Neues Fördermodell „Reconstructing“ startet erfolgreich in erstem Halbjahr
Niederösterreich setzt weiter voll auf die Sanierung seines Wohnbaubestandes. Wie aktuelle Zahlen der NÖ Wohnbauförderung zeigen, lag die Nachfrage 2025 sowohl im großvolumigen als auch im kleinvolumigen Wohnbau auf hohem Niveau. Besonders gut läuft das neue Fördermodell „Reconstructing“, das seit seinem Start bereits Hunderte Wohneinheiten unterstützt hat.

2025 wurden im großvolumigen Wohnbau 8.587 Wohneinheiten saniert und dafür rund eine Million Euro an Landesdarlehen sowie 53,7 Millionen Euro an Zuschüssen bewilligt. Im kleinvolumigen Bereich unterstützte das Land 2.687 Sanierungen mit rund 62 Millionen Euro. Auch 2026 setzt sich der Trend fort: Bereits 2.519 Wohneinheiten wurden im Sanierungsbereich bewilligt – deutlich mehr als im Neubau. Im Zentrum steht das neue Modell „Reconstructing“, mit dem Abriss und Neubau nicht mehr sanierbarer Gebäude gefördert werden. Gegenüber der bisherigen Nachverdichtungsförderung bringt es einen klaren finanziellen Vorteil: Je nach Projekt steigt die Förderung über die Laufzeit um 20 bis 30 Prozent. Bei einem durchschnittlichen Eigenheim entspricht das einer zusätzlichen Förderung von einem Drittel bis zur Hälfte der Abrisskosten. Im ersten Halbjahr 2026 wurden bereits 30 Bauvorhaben mit 427 Wohneinheiten bewilligt. „Mit unseren Wohnbauförderungen schaffen wir Anreize, bestehende Gebäude zukunftsfit zu machen oder durch zeitgemäße Neubauten zu ersetzen und dabei gleichzeitig leistbaren Wohnraum nachhaltig zu sichern“, sagt Wohnbau-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. Das große Interesse am neuen Modell bestätige, „dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben“. Mit der Änderung der Wohnungsförderungsrichtlinien 2019 reagiert das Land auf aktuelle Bedürfnisse: Im Eigenheimbereich werden Förderkriterien modernisiert, im großvolumigen Wohnbau wird der Neubau auf ein Zuschussmodell umgestellt. Seit 1. Jänner 2026 gelten zudem höhere Einkommensgrenzen bei der Subjektförderung, damit Betroffene ihre Wohnbeihilfe trotz gestiegener Einkommen nicht verlieren.