Ferienbetreuungsangebote in 75 % der niederösterreichischen Gemeinden

Gemeindekooperationen bieten zahlreiche Vorteile für Familien und Gemeinden
In wenigen Wochen beginnen für Niederösterreichs Schülerinnen und Schüler die Sommerferien. Viele Familien sehen sich bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie mit organisatorischen Herausforderungen in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen konfrontiert. Im Rahmen der Pressekonferenz präsentierte Familien-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister Initiativen, Förderungen und Angebote zur Ferienbetreuung seitens des Landes Niederösterreich sowie der Gemeinden: „Das Land Niederösterreich setzt sich laufend dafür ein, Eltern und Erziehungsberechtigte bei der Kinderbetreuung spürbar zu entlasten und arbeitet gemeinsam mit den Gemeinden an bedarfsgerechten Betreuungsangeboten. Mit der ‚NÖ Kinderbetreuungsoffensive‘ verfolgt das Bundesland gemeinsam mit den Gemeinden das eindeutige Ziel, Familien in Niederösterreich nachhaltig zu unterstützen. Auch beim Thema Ferienbetreuung ziehen das Land Niederösterreich und die zuständigen Gemeinden an einem Strang. Zudem kooperieren die Gemeinden zunehmend miteinander, um ein bedarfsgerechtes und umfassendes Ferienbetreuungsangebot zu schaffen und Eltern und Erziehungsberechtigte bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen. An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei allen Verantwortlichen in den Gemeinden für ihren Einsatz bedanken.“
Vorteile durch regionale Zusammenarbeit
So haben sich etwa die vier Gemeinden der Kleinregion Nibelungengau – Pöchlarn, Golling, Erlauf und Krummnußbaum – auch hinsichtlich der Ferienbetreuung zusammengeschlossen und bieten mit gebündelten Ressourcen an der VS Pöchlarn und an der VS Golling gemeinsam acht Wochen Sommer-Ferienbetreuung an. „Eine derartige Zusammenarbeit bringt für alle Vorteile – für die Gemeinden durch finanzielle Entlastung, effiziente Nutzung von Personal und Infrastruktur, höhere Auslastung der Ferienbetreuungsangebote und nicht zuletzt eine Steigerung der Standort- und Wohnattraktivität durch die gestärkte regionale Zusammenarbeit. Für Eltern und Erziehungsberechtigte ergeben sich damit durchgängigere Betreuungsangebote, mehr Planungssicherheit sowie eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, da die Betreuung der Kinder im wohnortnahen Umfeld erfolgt“, führt die Landesrätin aus. Die Vorteile dieser Zusammenarbeit belegen eindeutig, dass Gemeindekooperationen ein zentraler Schlüssel für flächendeckende und zugleich hochwertige Ferienbetreuungsangebote sind.
Unterstützung durch das Land Niederösterreich
Das Land Niederösterreich hat auch heuer wieder ein umfassendes Maßnahmenpaket geschnürt, um die Ferienbetreuung für schulpflichtige Kinder sicherzustellen und sowohl Gemeinden als auch Familien bestmöglich zu unterstützen. So können Gemeinden finanzielle Förderleistungen für die Durchführung der Ferienbetreuungsangebote in Anspruch nehmen: die NÖ Landesförderung im Rahmen des Ferienbetriebes in den Kindergärten in den Ferienwochen 4 bis 6 sowie für die Aktion „Ferienbetreuung“. Weiters können Gemeinden Förderungen aus dem Bildungsinvestitionsgesetz in Anspruch nehmen. „Außerdem stehen wir als Familienland Niederösterreich GmbH den Gemeinden zur Seite und kooperieren im Rahmen der Ferienbetreuung im Sommer 2026 mit 75 Gemeinden an 76 Ferienbetreuungsstandorten. So werden rund 200 Freizeitbetreuerinnen und Freizeitbetreuer, die bei der Familienland Niederösterreich GmbH angestellt sind, in ganz Niederösterreich eingesetzt sein“, erklärt Barbara Trettler, Geschäftsführerin der Familienland Niederösterreich GmbH, und führt weiter aus: „Gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Niederösterreich organisieren wir die Ferienwoche ‚Business4Kids‘, die den Inhaberinnen und Inhabern des Familienland*Passes im Juli eine kostenlose Betreuungswoche mit etwa 80 Workshops für 200 Kinder ermöglicht.“
Rückblick 2025 und Ausblick 2026
Eine jährliche Umfrage unter Niederösterreichs Gemeinden zur Ferienbetreuung schulpflichtiger Kinder, durchgeführt von der Familienland Niederösterreich GmbH, hat ergeben, dass 2025 insgesamt 347 Gemeinden ein Ferienangebot für schulpflichtige Kinder organisiert haben. 66 Gemeinden haben angegeben, dass sie in regionalen Kooperationen zusammengearbeitet haben. 280 Gemeinden haben eine Ferienbetreuung für schulpflichtige Kinder für mindestens sechs Wochen oder länger angeboten. In 319 Gemeinden fand die Ferienbetreuung der schulpflichtigen Kinder direkt am Schulstandort statt. „Konkret bedeutet dies, dass 2025 im Durchschnitt pro Woche rund 5.000 Kinder im Rahmen von Ferienbetreuungsangeboten in Niederösterreichs Gemeinden betreut wurden. Auch die Vorschau auf den kommenden Sommer 2026 zeigt, dass 75 Prozent aller niederösterreichischen Gemeinden ein Betreuungsangebot für schulpflichtige Kinder anbieten werden“, so Landesrätin Teschl-Hofmeister. Auch die Anzahl der Gemeindekooperationen bleibt dabei stabil. Zudem ist hervorzuheben, dass vor allem im ländlichen Raum die Betreuung oft durch den Familienverband übernommen wird.