997 Rettungseinsätze in Niederösterreich – 20 Prozent mehr als im Vorjahr
Die Wasserrettung Niederösterreich hat 2025 ein Rekordjahr hinter sich: Mit 997 Einsätzen und rund 50.000 ehrenamtlichen Stunden verzeichnete die Organisation einen Anstieg von knapp 20 Prozent. Landesrätin Eva Prischl warnt anlässlich der Badesaison vor Unterschätzung von Wassergefahren.
Mit dem Sommer beginnt auch die Badesaison – und damit die gefährlichste Jahreszeit an Österreichs Gewässern. Die Einsatzbilanz der Wasserrettung Niederösterreich zeigt die wachsende Notwendigkeit dieser unverzichtbaren Organisation. Landesrätin Eva Prischl präsentierte die Zahlen gemeinsam mit Markus Schimböck, Präsident der Österreichischen Wasserrettung Niederösterreich, am Seestützpunkt in St. Pölten.

Die Quote der Nichtschwimmer in Österreich ist alarmierend: Nach einer Studie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit können 630.000 Menschen im Land nicht schwimmen. Besonders besorgniserregend ist die Situation bei Kindern und Jugendlichen. 137.000 Kinder zwischen fünf und 19 Jahren können nicht schwimmen, weitere 76.000 haben nur geringe Kenntnisse. Das bedeutet: Jedes sechste Kind in Österreich kann entweder nicht schwimmen oder nur sehr eingeschränkt. Niederösterreich ist beim Thema Ertrinkungstod bundesweit führend – und nicht im positiven Sinne. Im Schnitt kommen jährlich etwa acht Menschen in der Region durch Ertrinken ums Leben. Im vergangenen Jahr waren es österreichweit 39 Personen, darunter drei Kinder unter 14 Jahren. Die rund 1.600 ehrenamtlichen Mitglieder der Wasserrettung leisten einen unverzichtbaren Dienst. Im Jahr 2025 führten sie 2.500 Schwimmausbildungen durch. Prischl betont: „Schwimmen zu können, kann lebensrettend sein.“ Gleichzeitig appelliert sie an Eigenverantwortung: ausreichend trinken, direkte Sonne meiden und auf Nachbarn achten – besonders angesichts der aktuellen Hitzewarnung für Niederösterreich.