Niederösterreich startet eine neue Offensive gegen sexualisierte Gewalt und für mehr wertschätzendes Miteinander.
In einer Welt, in der Smartphones den Takt vorgeben und pornografische Inhalte oft nur einen Klick entfernt sind, verschwimmen für viele Jugendliche die Grenzen des Erlaubten. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat das Land Niederösterreich nun die Initiative „Check den Respekt“ ins Leben gerufen, die ein klares Stoppsignal gegen jede Form von Grenzüberschreitung setzt.

Es beginnt oft mit einem abfälligen Grinsen oder einem sexistischen Witz in der Umkleidekabine, doch die Folgen wiegen schwer. Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister betonte bei der Präsentation in St. Pölten, dass sexualisierte Gewalt bereits dort anfängt, wo Respekt endet. Die Initiative nimmt daher gezielt die „analogen Role Models“ in die Pflicht. Trainer in Sportvereinen, Jugendleiter bei der Feuerwehr oder lokale Politiker sollen als greifbare Vorbilder in Konkurrenz zu digitalen Influencern treten. Ziel ist es, eine Kultur des Hinschauens zu etablieren, in der Gleichstellung nicht nur ein Schlagwort bleibt, sondern aktiv vorgelebt wird. Gemeinsam mit der Jugend:info NÖ und der Kinderschutzorganisation „die möwe“ wurde dafür ein digitales Toolkit geschaffen. Unter der Adresse www.checkdenrespekt.at finden Gemeinden und Vereine Checklisten sowie Materialien, um Veranstaltungen in sichere Häfen für junge Menschen zu verwandeln. Denn am Ende ist Respekt kein Zufall, sondern eine bewusste Entscheidung, die jeden Tag aufs Neue getroffen werden muss, damit Gewalt in unserer Gesellschaft keinen Platz findet.