Jedenspeigen wird 500. Partnergemeinde der Bewegung „Natur im Garten“ und setzt auf Chemie-Verzicht.
In Jedenspeigen wächst die Zukunft jetzt ganz ohne Chemie. Mit einem einstimmigen Gemeinderatsbeschluss hat die Gemeinde im Bezirk Gänserndorf einen bedeutenden Meilenstein für ganz Niederösterreich gesetzt: Sie ist die 500. Kommune, die sich der Umweltbewegung „Natur im Garten“ anschließt. Damit wird der Ort zum Vorbild für eine naturnahe Pflege öffentlicher Grünflächen, bei der Pestizide, Kunstdünger und Torf endgültig der Vergangenheit angehören.

Bei der feierlichen Überreichung der Gemeinde-Tafel durch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner wurde deutlich, dass Umweltschutz im Weinviertel keine bloße Theorie bleibt. „500 Gemeinden sind 500 starke Signale für ein ökologisches Niederösterreich“, betonte die Landeshauptfrau. Es gehe darum, die Artenvielfalt direkt vor der eigenen Haustüre zu schützen – vom Dorfplatz bis zum privaten Blumenkasten. Für Bürgermeister Alfred Kridlo ist die Auszeichnung eine besondere Ehre und ein Versprechen an die nächste Generation. Die Entscheidung sei ganz bewusst gefallen, um die Lebensqualität im Ort nachhaltig zu steigern und die Gemeinde klimafit zu machen. Durch den Beitritt profitiert Jedenspeigen nun von einem breiten Netzwerk und fachlicher Beratung, um Grünräume so zu gestalten, dass sie Bienen, Schmetterlingen und den Bürgern gleichermaßen nützen. In Niederösterreich ist ökologisches Gärtnern damit endgültig im Mainstream angekommen: Fast 90 Prozent aller Gemeinden des Landes bekennen sich mittlerweile zu diesem grünen Weg und machen die Region zum Vorreiter in Sachen Biodiversität.