Niederösterreich macht beim Weltfrauentag mobil: Mehr Frauen in Entscheidungsfunktionen gefordert
Es ist ein Weckruf zum 8. März: Während Frauen die Hälfte der Bevölkerung stellen, klafft in den politischen Schaltzentralen noch immer eine deutliche Lücke. Besonders in den Bürgermeistersesseln sind Frauen mit einem österreichweiten Anteil von knapp zwölf Prozent weiterhin eine Seltenheit. Niederösterreich zeigt sich mit einem Anteil von 16,75 Prozent zwar als Vorreiter im Bundesländervergleich, doch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner gibt sich damit nicht zufrieden. Sie betont, dass es gezielte Maßnahmen braucht, um Frauen für politische Verantwortung zu gewinnen und sie auf diesem Weg zu begleiten.
Mit Initiativen wie dem Politik-Mentoring-Programm will das Land Niederösterreich das Selbstbewusstsein stärken und den Schritt in die Gemeindestuben ebnen. Dabei geht es am heutigen Internationalen Frauentag um weit mehr als nur um politische Repräsentation. Frauen-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister unterstreicht, dass echter Fortschritt bei der finanziellen Unabhängigkeit, der Chancengleichheit in der Arbeitswelt und einem konsequenten Schutz vor Gewalt beginnt.
Projekte wie die „Geldheldinnen“ oder der Ausbau von Beratungseinrichtungen sollen sicherstellen, dass jede Frau selbstbestimmt leben kann. An diesem 8. März ist der Auftrag klar: Der Weg zu echter Gleichstellung in allen Lebensbereichen muss entschlossen weitergegangen werden, damit die Stimme der Frauen dort Gehör findet, wo die Zukunft des Landes gestaltet wird – nämlich an den Tischen der Macht.
