Niederösterreich baut Krisenunterstützung nach Katastrophen aus
In Laxenburg stellten Landesrat Martin Antauer und Zivilschutzverbands-Präsident Christoph Kainz die Initiative „Füreinander Niederösterreich“ vor – ein flächendeckendes Netzwerk für organisierte Hilfe nach Krisen. Erstmals wurde das Projekt dabei der Region Industrieviertel präsentiert.

Wenn Einsatzkräfte nach einer Katastrophe abrücken, beginnt für viele Betroffene der schwerste Teil: der Alltag. Genau hier setzt die Initiative „Füreinander Niederösterreich“ an. Sie soll aus freiwilliger Hilfsbereitschaft ein verlässliches, strukturiertes System machen – koordiniert durch den NÖ-Zivilschutzverband. „Gerade nach Katastrophen braucht es nicht nur Einsatzkräfte, sondern auch eine organisierte Nachbarschaftshilfe, die den Menschen im Alltag wieder auf die Beine hilft“, sagte Landesrat Antauer bei einer Pressekonferenz in Laxenburg. Die Plattform sei bewusst niederschwellig gehalten: Das Prinzip lautet „Jeder macht, was er kann“, und der Einstieg erfordert lediglich einen eintägigen Grundlehrgang. Präsident Kainz betonte den systemischen Ansatz: „Mit ‚Füreinander Niederösterreich‘ machen wir aus Hilfsbereitschaft ein verlässliches System – niederschwellig, regional und direkt wirksam.“ Die Initiative sei eine praktische Antwort auf Krisen und Katastrophen. Der Zivilschutzverband blickt dabei auf eine lange Tradition zurück. „Er ist schon seit 60 Jahren vor allem für die Präventionsarbeit im Bereich der Sicherheit zuständig“, erklärte Kainz. In allen niederösterreichischen Gemeinden stehen demnach ausgebildete Zivilschutzbeauftragte bereit. Begleitend zur Pressekonferenz fand am Laxenburger Schlossplatz ein „Blaulichttag“ statt, bei dem Feuerwehr, Rotes Kreuz, Wasserrettung und Polizei ihr Können zeigten und Besucherinnen und Besucher sich über Vorsorge und freiwilliges Engagement informieren konnten.