Mit 5 Millionen Schokohasen und 10 Millionen Eiern setzt der heimische Handel 2026 auf ein Fest der Superlative.
In den Lagern und Regalen Niederösterreichs türmen sich die Vorboten des Frühlings in schier unglaublichen Dimensionen: Rund 5 Millionen Schokohasen und stolze 10 Millionen gefärbte Ostereier warten darauf, in den kommenden Tagen ihren Weg in die heimischen Nester zu finden. Diese gewaltige Menge unterstreicht die enorme Bedeutung, die das Osterfest im weiten Land genießt. Insgesamt planen die Niederösterreicher heuer Ausgaben von 53 Millionen Euro ein, wobei der Durchschnittsbürger rund 55 Euro für Präsente reserviert. Trotz wirtschaftlicher Dynamik bleibt die Kauflust damit auf einem stabilen Niveau, was Franz Kirnbauer von der Wirtschaftskammer Niederösterreich als klares Bekenntnis zu Tradition und regionalem Handel wertet.

Während die süßen Langohren und die klassischen Jauseneier unangefochten die Rangliste der beliebtesten Mitbringsel anführen, zeigt sich bei den Konsumenten ein geschärftes Bewusstsein für Qualität und Herkunft. Zwar ist Nachhaltigkeit für 60 Prozent der Befragten ein wichtiges Argument, doch bleibt der Preis letztlich das Zünglein an der Waage: Nur wenn die regionalen Produkte erschwinglich bleiben, greifen die Kunden beherzt zu. Besonders erfreulich für die lokalen Geschäfte ist die Treue der Niederösterreicher, denn über 80 Prozent tätigen ihre Einkäufe direkt vor Ort im stationären Handel. Wenn sich die Familien schließlich zum traditionellen Eierpecken oder zur gemeinsamen Jause versammeln, wird deutlich, dass hinter den Millionenwerten vor allem eines steht: die ungebrochene Freude an einem lebendigen Brauchtum.