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NÖ Landesausstellung 2026 in Mauer: „Wenn die Welt Kopf steht – Mensch. Psyche. Gesundheit.“

Die NÖ Landesausstellung 2026 in Mauer setzt auf psychische Gesundheit und radikale Offenheit.

Das prachtvolle Jugendstil-Ensemble des Landesklinikums Mauer wird im Jahr 2026 zum Schauplatz einer Premiere, die weit über die Grenzen Niederösterreichs hinausstrahlt. Erstmals in ihrer 65-jährigen Geschichte findet die Landesausstellung inmitten eines laufenden Klinikbetriebs statt und rückt unter dem Titel „Mensch. Psyche. Gesundheit.“ ein Thema ins Zentrum, das viel zu lange im Verborgenen blieb. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betonte bei der Präsentation, dass es darum gehe, hinzuschauen statt wegzuschauen und psychische Erkrankungen endgültig zu enttabuisieren. Rund 43 Millionen Euro investiert das Land, um die historische Architektur fit für die Zukunft zu machen und gleichzeitig einen Ort der Begegnung zu schaffen.

Landtagsabgeordneter Bürgermeister Lukas Michlmayr, wissenschaftlicher Leiter Armin Laussegger, ärztlicher Direktor des Landesklinikums Mauer Christian Korbel, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Obfrau der LEADER-Region Moststraße Michaela Hinterholzer, Amstettens Bürgermeister Christian Haberhauer und Geschäftsführer Erwin Klissenbauer (v.l.n.r) informierten über die bevorstehende Landesausstellung. Foto: © NLK Filzwieser

Die Besucher erwartet ein mutiger Parcours durch 250 Jahre Medizingeschichte, der keine Brüche ausspart. Wissenschaftlicher Leiter Armin Laussegger macht deutlich, dass keine beschönigte Fortschrittserzählung präsentiert wird, sondern auch die dunklen Kapitel der NS-Medizinverbrechen am Standort durch einen neuen Gedenkort und einen dauerhaften Lernort aufgearbeitet werden. Mit 370 Exponaten, interaktiven Stationen für Jugendliche und einem Fokus auf moderne Herausforderungen wie Social Media wird das Klinikum zum Spiegelbild der Gesellschaft. Während speziell geschulte Kulturvermittler die Privatsphäre der Patienten schützen, strahlt das Projekt in 31 Gemeinden der Region Moststraße aus. Vom Birnenweg in Öhling bis zum Tierpark Haag entsteht ein touristisches Netzwerk, das zeigt: Wenn die Welt Kopf steht, findet man in der Gemeinschaft und im offenen Dialog wieder festen Boden unter den Füßen.

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