Landesrat Kasser setzt auf Ausbau der tagesklinischen Operationen und regionale Spezialisierung in der Gesundheitsregion Mitte.
Wer heute morgens die Klinik betritt, um sich einem chirurgischen Eingriff zu unterziehen, möchte am liebsten abends bereits wieder im eigenen Bett schlafen. Was wie ein Wunschtraum klingt, wird in der Region Mitte unter dem Gesundheitsplan 2040+ längst zur gelebten Realität. Landesrat Anton Kasser präsentierte nun gemeinsam mit Experten der NÖ Landesgesundheitsagentur eine Zwischenbilanz, die zeigt, wie durch gezielte Vernetzung und tagesklinische Angebote die medizinische Versorgung zukunftsfit gemacht wird.

Kern des Konzepts ist eine intelligente Bündelung: Während das Universitätsklinikum St. Pölten als zentrales Flaggschiff fungiert und Lilienfeld sowie Krems ihre jeweiligen Kompetenzen in Geriatrie und Onkologie schärfen, spielt der Klinikverband Tulln-Klosterneuburg eine Vorreiterrolle. Durch die Konzentration der Geburtshilfe in Tulln konnten in Klosterneuburg wertvolle Kapazitäten für HNO-Operationen bei Kindern freigespielt werden. Dieser Effekt zieht sich wie ein roter Faden durch das System: Tagesklinische Eingriffe entflechten den Klinikalltag, verkürzen Wartezeiten und bieten Patienten eine weniger belastende Behandlung. Dass dieses Modell überzeugt, belegen eindrucksvolle Zahlen: Fast alle der rund 9.600 befragten Patienten empfehlen diese Form der schnellen Chirurgie uneingeschränkt weiter. Angesichts der demografischen Entwicklung, bei der die Zahl der Hochbetagten drastisch steigen wird, ist dieser effiziente Ausbau der Infrastruktur nicht nur ein logistischer Fortschritt, sondern eine medizinische Notwendigkeit, um die Qualität der Versorgung in Niederösterreich langfristig zu garantieren.