Vom 13. bis 16. August 2026 stehen die Kartause Gaming, Scheibbs und Lunz am See im Zeichen der Klassik – mit Künstlern von Günther Groissböck über Lidia Baich und Julias Stemberger bis hin zum 1. Frauen-Kammerorchester von Österreich. Das Chopin Festival schlägt dabei ein neues Kapitel seiner Geschichte auf: Erstmals führt Donka Angatscheva jenes Vermächtnis weiter, das ihr Vorgänger, der kürzlich 100 Jahre alt gewordene Kulturvermittler Prof. Dr. Theodor Kanitzer, vor mehr als vier Jahrzehnten begründete.
Was als visionäres Kulturprojekt begann, zählt heute zu den bedeutendsten Klassikfestivals Niederösterreichs. Seit über 40 Jahren bringt das Chopin Festival internationale Spitzenkünstlerinnen und Spitzenkünstler an den Fuße des Ötschers und steht zugleich für weit mehr als musikalische Exzellenz: Es versteht sich als Ort der Begegnung, des kulturellen Dialogs sowie der Völkerverständigung, des Friedens und der Freiheit – Werte, denen sich auch Frédéric Chopin Zeit seines Lebens verpflichtet fühlte.

Ein Lebenswerk geht in die nächste Generation über
Der heurige Festivalsommer steht ganz im Zeichen eines besonderen Generationswechsels. Erst vor wenigen Wochen wurde Festivalgründer und Altpräsident Prof. Dr. Theodor Kanitzer im Wiener Rathaus anlässlich seines 100. Geburtstags mit Standing Ovations gefeiert. Der Kulturvermittler und Brückenbauer zwischen Österreich und Polen prägte über Jahrzehnte nicht nur die Internationale Chopin-Gesellschaft, sondern machte auch das Festival in Gaming zu einem internationalen Treffpunkt der Klassik. Mit Donka Angatscheva übernimmt nun eine gefeierte Pianistin und Kulturmanagerin die Präsidentschaft der Internationalen Chopin-Gesellschaft Wien. Sie führt Kanitzers Lebenswerk fort und setzt gleichzeitig neue Impulse für die Zukunft. „Das Feuer wird weiter brennen“, versprach sie bei der Feier im Wiener Rathaus – der schönste Beweis dafür soll das diesjährige Chopin Festival sein.
Internationale Stars und außergewöhnliche Spielstätten
Vier Tage lang vereint das Festival renommierte Künstlerpersönlichkeiten und vielversprechende Nachwuchstalente aus Europa, Südamerika und Asien. Mit dabei sind unter anderem Weltklasse-Bass Günther Groissböck, Kammersängerin Ildikó Raimondi, Geigerin Lidia Baich, Schauspielerin Julia Stemberger, Sängerin Sandra Pires, Dirigent Jimmy Chiang, Pianistin Anna Malikova, der polnische Chor Resonans con tutti, das 1. Frauen-Kammerorchester von Österreich, das Motus Quartett, das Bullybursti Quartett, Ferry Janoska sowie zahlreiche international ausgezeichnete Pianistinnen und Pianisten wie Rachel Cheung, Yinqi Wang, Kamila Sacharzewska, Maria Simeonova, Natalia Rehling, Clara Biermasz und Manfred Wagner-Artzt.
Von der feierlichen Eröffnung bis zum musikalischen Ausklang
- Bereits am Donnerstag, 13. August, eröffnet das Festival mit dem Präludium im „Dom des Erlauftals“, der Pfarrkirche Scheibbs. Die prachtvolle Barockkirche mit ihrer imposanten Orgel bildet den festlichen Rahmen für den Auftakt. Kammersängerin Ildikó Raimondi, Organistin Zuzanna Mika und der renommierte polnische ChorResonans con tutti gestalten einen Abend mit Werken von Bach, Mozart, Brahms und weiteren großen Komponisten.
- Am Freitag, 14. August, stehen zunächst Nachwuchstalente im Mittelpunkt, bevor nach dem traditionellen Festzug die offizielle Festivaleröffnung erfolgt. Höhepunkt des Tages ist das große Konzert in der Kartausenkirche: Gemeinsam mit dem 1. Frauen-Kammerorchester von Österreich unter der Leitung von Jimmy Chiang bringt Donka Angatscheva Mozarts lyrisches Klavierkonzert A-Dur KV 488 und Chopins Nocturnecis-Moll in der Orchesterfassung in einen musikalischen Dialog und spannt damit einen Bogen zwischen zwei Komponisten, deren emotionale Tiefe sie seit Jahren inspirieren. Anna Malikova interpretiert Chopins Klavierkonzert e-Moll op. 11, während Violinistin Lidia Baich mit ihrer Hommage an Johann Strauss einen glanzvollen Akzent setzt.
- Der Samstag, 15. August, verbindet Musik, Kunst und Kulinarik. Die Matinee „Chopin – wenn Musik Bilder malt“ von Prof. Peter Kotauczek steht im Spannungsfeld von Kunst und Künstlicher Intelligenz. Beim festlichen Dinnerkonzert unternehmen Barbara Galante und Pablo Rojas musikalische Reisen von Bartók bis Piazzolla. Den stimmungsvollen Höhepunkt des Festivals bildet tdas traditionsreiche „Nocturno“ – ein Konzert bei Kerzenlicht in der Barockbibliothek der Kartause Gaming, bei dem international renommierte Pianistinnen und Pianisten gemeinsam mit Julia Stemberger Chopins poetische Klangwelt lebendig werden lassen.
- Den musikalischen Abschluss bildet am Sonntag, 16. August, die Festmatinee in der Kartausenkirche mit Weltklasse-Bass Günther Groissböck, Pianistin Rachel Cheung, dem Motus Quartett und weiteren Solistinnen und Solisten, bevor das Festival am Abend auf der stimmungsvollen Seebühne Lunz am See mit Sandra Pires und Ferry Janoska zwischen Portugal und Polen ausklingt.
Donka Angatscheva: Frau Präsidentin am Zenit
Dass Donka Angatscheva derzeit zu den prägendsten Persönlichkeiten der österreichischen Klassikszene zählt, zeigt sich auch abseits des Festivals. Die Pianistin ziert demnächst das Cover der Sommerausgabe des Magazins WIENER, in Szene gesetzte von Style Arts. Das aufsehenerregende Kleid, das sie auf dem offiziellen Pressefoto des diesjährigen Chopin Festivals trägt, stammt von Epic Couture, dem Label der Designerinnen Katrin Vavra und Tina Ferguson, die auch die Ausstattung des Fotoshootings im Bösendorfer-Salon übernahmen. Im großen Titelinterview dazu spricht Angatscheva über Weiblichkeit in der Hochkultur, Selbstbewusstsein und den Mut, sich nicht zwischen Präsenz und künstlerischer Glaubwürdigkeit entscheiden zu müssen. Es ist das Porträt einer Frau, die ihren Platz gefunden hat: selbstbewusst, authentisch und voller Energie. Genau diese Haltung prägt auch ihre neue Aufgabe an der Spitze.
Musik, die Brücken baut und Herzen öffnet
So bleibt das Chopin Festival auch in seiner 42. Ausgabe seinem ursprünglichen Gedanken treu: Menschen unterschiedlicher Nationen, Generationen und Kulturen durch Musik miteinander zu verbinden. Das Vermächtnis Theodor Kanitzers lebt weiter – getragen von einer neuen Generation, die Chopins Musik mit Leidenschaft, Offenheit und internationaler Strahlkraft in die Zukunft führt.
Tickets & Informationen
Tickets für das 42. Chopin Festival sind unter www.chopin.at sowie über die Internationale Chopin-Gesellschaft Wien erhältlich. Detaillierte Informationen zu Programm, Spielstätten, Ticketpreisen und Ermäßigungen finden Sie auf der Festival-Website und im Folder anbei. Im Pressebereich finden Sie demnächst zusätzliche Bilder und Informationen zum Download.
Anreise
Die Spielorte Kartause Gaming, Pfarrkirche Scheibbs und Seebühne Lunz am See sind sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Informationen zur Mobilität finden Sie unter www.chopin.at.


















