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Niederösterreichs Feuerwehren ziehen eine Rekordbilanz für das Jahr 2025 und setzen auf Jugend, Technik und Ehrenamt.

Wenn in Niederösterreich die Sirenen heulen, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, der sich im vergangenen Jahr genau 68.058 Mal wiederholte. Im Landhaus St. Pölten präsentierten Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, ihr Stellvertreter Stephan Pernkopf und Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner nun eine Bilanz, die beeindruckt: Alle acht Minuten rückten die Florianis aus, um zu retten, zu löschen oder zu bergen. Mit über 7,5 Millionen geleisteten Arbeitsstunden erbrachten die mehr als 105.000 Mitglieder die größte ehrenamtliche Kraftanstrengung des Bundeslandes, was einer fiktiven Personalkostenersparnis von rund 258 Millionen Euro entspricht

Bei der Pressekonferenz zur Jahresbilanz 2025 der Freiwilligen Feuerwehren Niederösterreich (v.l.): LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner. Foto: © NLK Khittl

Besonders auffällig ist der Wandel im Gesicht der Organisation, denn die Feuerwehr wird jünger und weiblicher. Über 11.800 Frauen und fast 9.000 Kinder und Jugendliche sichern heute die Zukunft der Einsatzkräfte. Doch die Herausforderungen wachsen, da die Brandeinsätze um 16 Prozent anstiegen, oft ausgelöst durch kleine Unachtsamkeiten im Alltag. Um die Helfer zu entlasten, investiert das Land massiv in Effizienz. Mit der neuen LEA-App und koordinierten Sammelbeschaffungen von Löschfahrzeugen sollen Zeit und Kosten gespart werden. Auch international ist die Expertise der Niederösterreicher gefragt, ob bei Waldbränden im Mittelmeerraum oder in europäischen Koordinierungszentren. Während in Tulln das modernisierte Containerterminal mit Fokus auf alternative Energien wächst, bleibt der Kern der Botschaft menschlich: Sicherheit ist in Niederösterreich kein Zufall, sondern das Ergebnis unermüdlicher, freiwilliger Verantwortung, die tief in jeder Gemeinde verwurzelt ist.