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Land fördert Entsiegelung und Schwammstadt-Projekte gegen Hitze

Bereits 45 niederösterreichische Gemeinden haben mit dem Landesförderprogramm „NÖ Bodenbonus“ öffentliche Flächen entsiegelt und begrünt. Das teilte LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf mit. Ziel ist es, Städte und Ortszentren an Hitzetagen spürbar abzukühlen und gleichzeitig Regenwasser besser zu nutzen.

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf mit Bürgermeister Gerhard Lentschig in Horn. Foto: © NLK Burchhart

„Ich möchte mehr Grün in graue Städte bringen – gerade an Hitzetagen merkt man, dass begrünte Straßenzüge und schattige Plätze die Umgebung kühlen und auch wertvoll für die Natur sind“, erklärte Pernkopf. Mit dem Bodenbonus unterstützt das Land Gemeinden bei der Entsiegelung von Plätzen nach dem sogenannten Schwammstadt-Prinzip: Regenwasser versickert dabei vor Ort, statt in der Kanalisation zu verschwinden. Umgesetzte Beispiele finden sich unter anderem in St. Pölten, Tulln, Amstetten, Bad Vöslau und Laxenburg. In Melk startet im Herbst ein neues Projekt für ein grüneres Stadtquartier. Auch die Nachfrage wächst: „Die Nachfrage nach Entsiegelung und Begrünung, speziell mit dem NÖ Bodenbonus, ist groß, bisher haben wir über 100 Gemeinden beraten“, so Herbert Greisberger von der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ. Zusätzlich erlaubt das Raumordnungsgesetz Gemeinden, in Bebauungsplänen Grünflächen, versickerungsfähige Parkplätze oder Zisternenpflicht festzulegen – wie etwa in Tulln, Lanzenkirchen oder Horn bereits umgesetzt.