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Neues Abscheidesystem erstmals im Renneinsatz vollständig erprobt

Mazda hat beim 24-Stunden-Rennen von Fuji einen entscheidenden Schritt in der Entwicklung seines CO₂-Abscheidesystems gemacht. Erstmals wurden Abscheidung und Speicherung von CO₂ während der Fahrt als kombiniertes System erfolgreich getestet – unter realen Rennbedingungen.

Das System trägt den Namen „Mazda Mobile Carbon Capture“ und kam im Rennfahrzeug „MAZDA SPIRIT RACING 3 Future Concept“ (Nr. 55) zum Einsatz. Der Wagen fuhr mit HVO-Dieselkraftstoff – einem Kraftstoff mit potenziell geringerem CO₂-Ausstoß über den gesamten Lebenszyklus. Im Vergleich zu früheren Tests wurde die Adsorptionseinheit um zwei neue Funktionen erweitert: eine Desorptionseinheit sowie ein integrierter CO₂-Speichertank. Als Kernelement nutzt das System Zeolith, ein poröses Material, das CO₂ aus dem Abgas bindet. Wird es erwärmt, gibt es das gespeicherte Gas wieder frei – es kann dann direkt im Fahrzeug aufgefangen werden. Beim Rennen in Fuji lief dieser Prozess erstmals von der Abscheidung bis zur Speicherung vollständig und integriert ab. Mazda hatte die Technologie bereits auf der Japan Mobility Show 2025 vorgestellt. Damals betonte das Unternehmen, wie solche Ansätze im Sinne seines Mottos „Fahrfreude treibt eine nachhaltige Zukunft an“ zur CO₂-Reduktion beitragen können. Auf Grundlage der Rennergebnisse will Mazda die Entwicklung weiter vorantreiben. Künftige Tests sollen unter noch höheren Belastungen zeigen, wie alltagstauglich und haltbar das System wirklich ist. Die CO₂-Abscheidung aus Abgasen ist dabei ein Baustein im sogenannten Multi-Solution-Ansatz des Unternehmens – neben Elektrifizierung und effizienteren Verbrennungsmotoren.