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Von Clemens Unterreiners Lieblingsliedern bis zu Dr. Christian Reiters faszinierenden forensischen Analysen, von jungen Talenten bis zu Bühnenikone Cornelius Obonya spannen die Schubertiaden im Schubert Schloss Atzenbrugg einen Bogen zwischen Musik, Literatur und Wissenschaft.

Ab 31. Mai liegt nicht nur Musik in der Luft: Mit dem Motto „Leben – Liebe – Vergänglichkeit“ widmen sich die Schubertiaden 2026 im Schubert Schloss Atzenbrugg dem Jahr 1826 – einer produktiven, zugleich von Krankheit überschatteten Phase im Leben Franz Schuberts. Die kuratierten Nachmittage zeichnen von 31. Mai bis 4. Oktober ein lebendiges Panorama des Künstlers und seiner Zeit – Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, Neugierde jedoch ausdrücklich erwünscht. Intendantin ist seit 2024 die gefeierte Kammersängerin Ildikó Raimondi, die erfolgreich auf maßgeschneiderte Formate setzt. „Es erfüllt mich mit großer Freude, wie sehr sich die Atzenbrugger Schubertiaden zu einem lebendigen Treffpunkt für alle Generationen entwickelt haben“, so Raimondi. „Gerade die heurige Saison liegt mir am Herzen, weil sie die ganze Spannweite menschlicher Erfahrung widerspiegelt – zwischen Anfang und Abschied. Ein abwechslungsreiches Programm, das garantiert neue Perspektiven eröffnet.“

Das Schubert Schloss Atzenbrugg, einst Treffpunkt des Freundeskreises um Franz Schubert, ist ein Publikumsmagnet im Tullner Becken. Nach der behutsamen Renovierung im Jahr 2024 lädt es mit historischem Festsaal und weitläufigem Park zu einer atmosphärischen Zeitreise ein. Herzstück ist das interaktive Museum, das auf rund 600 Quadratmetern Leben und Werk des Komponisten sinnlich erfahrbar macht. Die festliche Saisoneröffnung des Schubert Schlosses Atzenbrugg erfolgt am 1. Mai 2026.

Von 31. Mai bis 4. Oktober 2026 (jeweils um 16 Uhr) präsentieren dann die Schubertiaden unter der Leitung von KS Raimondi ein vielseitiges Programm.

Ildikó Raimondi Foto: © Richard Marschik

Premiere: „Gesang und Wort“: Musikalisch-literarischer Auftakt mit Clemens Unterreiner
Am Sonntag, 31. Mai 2026 gestalten Kammersänger und Intendant der Oper Burg Gars Clemens Unterreiner, der Dramaturg der Wiener Staatsoper Mag. Andreas Láng sowie die Pianistin Andrea Linsbauer eine poetische Reise durch das romantische Lied – von Franz Schubert über Robert Schumann bis zu Richard Strauss. Bariton Unterreiner präsentiert dabei Lieder, die ihn seit vielen Jahren begleiten und zu denen ihn eine persönliche Beziehung verbindet. Zwischen den musikalischen Darbietungen sorgt Láng mit humorvollen, kenntnisreichen Einblicken für Tiefe, während Linsbauer mit feinfühliger Musikalität begeistert.

Junge Schubert-Talente: Eine Bühne für die Zukunft
Am 14. Juni 2026 stehen acht außergewöhnliche Newcomer im Mittelpunkt. Studierende der mdw und des Mozarteums präsentieren ihr Können und zeigen die Vielfalt der jungen Schubert-Interpretation. Gefördert wird das Konzert mit freundlicher Unterstützung des Vereins „Amicitia – Freunde junger Künstlerinnen & Künstler“, der sich der Unterstützung junger musikalischer Talente widmet. Besonderer Stargast ist die gebürtige Luxemburgerin Eloisa Aubert (11), Violinistin und Gewinnerin der „Goldenen Note 2025“. Der Klassik-Musikförderpreis wird vom Internationalen Musikverein zur Förderung hochbegabter Kinder (IMF) unter Leitung von Leona König veranstaltet und als beliebte TV-Show im ORF ausgestrahlt.

„Von Liebe und Vergänglichkeit“: Musik und Gerichtsmedizin mit Dr. Christian Reiter
Am 21. Juni 2026 begegnen sich Kunst und Wissenschaft in einem außergewöhnlichen Dialog. Sopranistin Ildikó Raimondi gestaltet gemeinsam mit der Pianistin Ania Druml ein Programm rund um Schuberts existenzielle Themen. Begleitet wird der Nachmittag von Prof. Dr. Christian Reiter, Leiter der Gerichtsmedizin an der Medizinischen Universität Wien und einer der renommiertesten Vertreter seines Fachs in Österreich mit über 45 Jahren Berufserfahrung und rund 10.000 Obduktionen. Internationale Bekanntheit erlangte Reiter u. a. durch die Untersuchung der Gletschermumie Ötzi, Analysen von Beethovens Haaren sowie jüngste Forschungen zu Franz Schuberts Tod anhand historischer Haarlocken. Als Publizist und Vortragender versteht er es, komplexe forensische Erkenntnisse humorvoll zu vermitteln.

Heißer Herbst: Cornelius Obonya und die Philharmonia Schrammeln
Im Frühherbst folgen weitere Höhepunkte, darunter die Schubert Serenade des Landes Niederösterreich (So., 6. September 2026) mit Countertenor Valer Sabadus und Pianistin Akemi Murakami sowie ein literarisch-musikalischer Grenzgang zwischen Klassik und Jazz mit Cornelius Obonya und der Peter Havlicek Combo (So., 13. September 2026). In „Haydn und der Jazz“ verschränken sich Schauspielkunst und Klangwelten zu einem ebenso unterhaltsamen wie überraschenden Miteinander. Mit der musikalischen Landpartie „Auf Schuberts Spuren“ (So., 27. September 2026) entführen die beliebten Philharmonia Schrammeln gemeinsam mit Ildikó Raimondi und mit freundlicher Unterstützung des Bankhaus Spängler in die Klangwelt der Wiener Musiktradition. Den Abschluss der Schubertiaden bildet „Orgel trifft Volksmusik“ (So., 4. Oktober 2026) – ein Konzert, das sakrale Klänge mit regionaler Musiktradition verbindet.

Alle Termine und Tickets: www.schubertschloss.at

Die Schubertiaden 2026 auf einen Blick
Beginn:
 jeweils 16 Uhr

Frühjahr / Sommer
So., 31. Mai 2026 – „Gesang und Wort“
KS Clemens Unterreiner (Bariton) · Andrea Linsbauer (Klavier) · Moderation: Mag. Andreas Lang

So., 14. Juni 2026 – „Junge Schubert-Talente“
Studierende von mdw und Mozarteum · Eloisa Aubert (11), Gewinnerin Goldene Note 2025 · mit freundlicher Unterstützung des Vereins Amicitia- Freunde junger Künstlerinnen & Künstler

So., 21. Juni 2026 – „Von Liebe und Vergänglichkeit“
Prof. Dr. Christian Reiter · KS Ildikó Raimondi (Sopran) · Ania Druml (Klavier)

Herbst
So., 6. September 2026 – „Schubert Serenade des Landes Niederösterreich“
Valer Sabadus (Countertenor) · Akemi Murakami (Klavier)

So., 13. September 2026 – „Haydn und der Jazz“
Cornelius Obonya · Peter Havlicek Combo

So., 27. September 2026 – „Eine Landpartie auf Schuberts Spuren“
Philharmonia Schrammeln · Ildikó Raimondi · mit freundlicher Unterstützung des Bankhaus Spängler

So., 4. Oktober 2026 – „Orgel trifft Volksmusik“