Im November 1926 begann Ferdinand Skalitzky als erster Bibelforscher – so wurden Jehovas Zeugen damals genannt – seine Tätigkeit in Wiener Neustadt. Heuer erinnern Jehovas Zeugen damit an ein bemerkenswertes Kapitel lokaler Religionsgeschichte.
Was vor 100 Jahren mit einem Einzelnen begann, ist heute eine Glaubensgemeinschaft mit rund 400 Mitgliedern in vier Gemeinden in Wiener Neustadt: zwei deutsch-, einer rumänisch- und einer kroatisch/serbischsprachigen. Seit Kurzem wird das Programm zusätzlich auch auf Ungarisch angeboten.

Die Anfänge reichen in die 1920er Jahre zurück. Damals kamen die ersten Gläubigen in privaten Wohnungen zusammen. Im Lauf der Zeit entstand eine kleine Gemeinschaft in Wiener Neustadt und Umgebung.
Während der Zeit des Nationalsozialismus waren Jehovas Zeugen schwerer Verfolgung ausgesetzt. Skalitzky selbst verweigerte aus Gewissensgründen den Wehrdienst, wurde im April 1940 festgenommen und kam erst nach Kriegsende aus dem KZ Ebensee frei. Am 24. Juni 2026 wurde im Berliner Tiergarten ein Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas der Öffentlichkeit übergeben.
In der Nachkriegszeit wuchs die Gemeinschaft weiter. 1949 traf sich eine Gruppe zunächst in einem Brauhaus, später in der Vereinsgasse, bis 1970 der selbst errichtete Königreichssaal in der Fischauer Gasse 143a bezogen wurde.
Das 100-jährige Jubiläum ist für Jehovas Zeugen in Wiener Neustadt vor allem ein Anlass zu Dankbarkeit. Zugleich möchten sie diesen Meilenstein mit den Menschen der Stadt teilen und Interessierte herzlich willkommen heißen.
Herzliche Einladung
Alle sind herzlich eingeladen, mehr über die Bibel und die Aktivitäten der Zeugen Jehovas zu erfahren.Zusammenkünfte
DO/FR 19:00 Uhr
SA/SO 18:00 UhrKönigreichssaal der Zeugen Jehovas
Fischauer Gasse 143a, 2700 Wr. NeustadtMehr Informationen unter: www.jw.org
Kontakt:
Franz Michael Zagler
Tel: 0676 637 84 96
E-Mail: fm.zagler@outlook.com

















