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Das Rote Kreuz Niederösterreich zieht Bilanz über ein Jahr voller Hilfsbereitschaft und präsentiert eine Rekordzahl von 2.549 täglichen Einsätzen.

In den Gängen der Bezirksstelle St. Pölten hängen keine Uhren, die einfach nur die Zeit messen – hier zählen Sekunden. Es ist ein Mittwoch, als Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner gemeinsam mit Landesrätin Eva Prischl und Rotkreuz-Präsident Hans Ebner eine Bilanz vorlegt, die weit über bloße Statistik hinausgeht. Im vergangenen Jahr 2025 wurde das Rote Kreuz zum unermüdlichen Pulsgeber des Landes. Mit über 2.500 Einsätzen pro Tag und insgesamt 864.816 betreuten Menschen bewiesen die Retter, dass Verlässlichkeit in Niederösterreich kein Lippenbekenntnis, sondern gelebter Alltag ist. Nach dem dramatischen Hochwasserjahr 2024 kehrte zwar eine oberflächliche Ruhe ein, doch die Anforderungen an das System wachsen stetig. Die demografische Entwicklung mit einer alternden Gesellschaft fordert neue Antworten, weshalb das Land massiv investiert: 63 Millionen Euro fließen in die nachhaltige Absicherung, weitere 1,5 Millionen in die Infrastruktur der Dienststellen. Das Herzstück dieses Motors bleibt jedoch der Mensch. Über 19.000 Freiwillige schenkten der Gemeinschaft mehr als fünf Millionen Arbeitsstunden – ein Zuwachs, der in Zeiten des Wandels ein starkes Signal für den Zusammenhalt setzt. Besonders die Qualifizierungsoffensive sticht hervor, da immer mehr Notfallsanitäter über medizinische Zusatzkompetenzen verfügen, um direkt vor Ort lebenswichtige Hilfe zu leisten. Präsident Hans Ebner blickt derweil in die Zukunft und setzt auf Innovationen wie den Telenotarzt, um das dichte Netz der Hilfe auch für kommende Generationen zu knüpfen. Helfen, so das Resümee des Tages, ist hier längst zum kollektiven Selbstverständnis geworden.

 

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Landesrätin Eva Prischl mit Vertretern des Roten Kreuzes NÖ. Foto: © NLK Filzwieser