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Aromatische Kräuter wie Rosmarin, Thymian, Salbei oder Oregano sollten in der „grünen Speisekammer“ Garten, Balkon oder Terrasse keinesfalls fehlen. Diese Pflanzen punkten auf ganzer Linie: Sie sind pflegeleicht und hitzetolerant, ihre Blüten sind bei allerlei Insekten wie Schmetterlingen, Wildbienen oder Schwebfliegen beliebt und sie können sowohl im Garten als auch im Topf gepflanzt werden. Jetzt ist eine gute Zeit, um solche Kräuter ganz einfach durch Stecklinge zu vermehren. Übrigens fliegt auch das Tagpfauenauge – unser Schmetterling des Jahres 2024 – auf blühende Kräuter. Heißer Tipp: Jungpflanzen als nettes Mitbringsel an Gartenbegeisterte zur Grillfeier verschenken.

„Die Vermehrung von Kräutern über unverholzte Kopfstecklinge zwischen Juni und August ist eine einfache, zuverlässige und kostengünstige Möglichkeit, neue Jungpflanzen zu ziehen. So können Sie sicher sein, dass Ihre Gewürzkräuter für die Küche ohne chemisch-synthetische Pestizide oder Kunstdünger heranwachsen“, so Katja Batakovic, fachliche Leiterin der Bewegung „Natur im Garten“.

Schritt für Schritt zum Kräuterglück

  1. Stecklinge schneiden: Wählen Sie gesunde, kräftige Pflanzen aus. Schneiden Sie mit einer sauberen, scharfen Gartenschere etwa 10 cm lange Stecklinge von den Spitzen der Pflanzen ab. Die Triebe für die Stecklingsnahme sollten unverholzt aber fest sein und mindestens 6 Blattpaare aufweisen. Achten Sie darauf, dass der Schnitt direkt unter einem Blattknoten erfolgt. Entfernen Sie die unteren Blätter behutsam, sodass nur die oberen 2-3 Blätterpaare übrigbleiben. Stellen Sie die Stecklinge gleich nach dem Schnitt bis zum Einpflanzen in ein Wasserglas.
  2. Einpflanzen der Stecklinge: Füllen Sie kleine Töpfe mit einer Mischung aus torffreier Anzuchterde und Quarz-/Rasensand (kein Spielsand, um eine gut durchlässige Mischung zu erhalten). Stecken Sie die Stecklinge etwa 2-3 cm tief in die Erde. Tipp: Bei großblättrigen Pflanzen wie Salbei werden die verbliebenen Blätter mit einer sauberen Schere um die Hälfte eingekürzt, das verringert die Verdunstungsfläche und die Stecklinge können mehr Kraft in das Anwachsen investieren.
  3. Bewässerung: Gießen Sie die Stecklinge leicht an, sodass die Erde feucht, aber nicht nass ist. Komposttee mit Weidenrindenextrakt kann die Bewurzelung sanft unterstützen. Decken Sie die Töpfe mit einer durchsichtigen Abdeckung ab, um eine hohe Luftfeuchtigkeit zu gewährleisten. Ein Minigewächshaus ist hierfür nützlich. Achten Sie darauf, dass die Abdeckung die Blätter nicht berührt. Lüften Sie die Abdeckung ab und an, besprühen Sie die Stecklinge bei Bedarf mit einem Wasserzerstäuber.
  4. Standort: Stellen Sie die Töpfe an einen hellen Ort. Direkte Sonneneinstrahlung ist für Jungpflanzen ungünstig.
  5. Pflege: Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht. Nach etwa 2-4 Wochen sollten die Stecklinge frischen Blattaustrieb zeigen und Wurzeln gebildet haben. Die Abdeckung kann jetzt entfernt werden.
  6. Umpflanzen: Sobald die Stecklinge gut verwurzelt sind, können sie in größere Töpfe oder ins Freiland umgepflanzt werden. Achten Sie darauf, sie weiterhin gut zu bewässern und vor extremer Hitze zu schützen.

Das Video zum Gartentipp „Kräutervermehrung mit Stecklingen“ und viele weitere Gartentipps finden Sie unter www.naturimgarten.at/Videotipps

Sommerzeit ist Schmetterlingszeit!

„Blühendes Österreich“ hat eine nützliche App erstellt, mit der jede und jeder helfen kann, wichtige Daten für den Schutz unsere Schmetterlinge zu sammeln. Zählen Sie gemeinsam mit den Kindern in den Sommerferien Ihre Schmetterlinge im Garten. Am besten beflügeln Sie auch Ihren Bekanntenkreis, mitzumachen – neben der wertvollen Hilfe für unsere Artenvielfalt sind dabei Ferienspaß und Entdeckungsfreude garantiert!

Laden Sie sich dazu die kostenlose Schmetterlings-App auf www.schmetterlingsapp.at herunter und legen Sie gleich los, denn jede Sichtung ist wertvoll. Spannende Informationen, um die Vielfalt unserer heimischen Schmetterlinge und ihre Bedürfnisse genauer kennenzulernen, finden Sie außerdem unter www.naturimgarten.at/schmetterlinge.

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Veranstaltungstipps von „Natur im Garten“ für Privatgärtnerinnen und -gärtner:

Webinar: „Gartentipp des Tages“ (online, kostenlos)

Montag, 08.07.2024, 18 Uhr: Blumenwiesen anlegen – was gibt es zu beachten?
Mittwoch, 10.07.2024, 18 Uhr: Ein Löwe im Naturgarten – die Ameisenjungfer
Montag, 15.07.2024, 18 Uhr: Widderchen – seltene Schmetterlinge im Garten

Lassen Sie sich online mit kurzen und knackigen Tipps rund um den Garten versorgen. Mit unserer Webinarreihe „Gartentipp des Tages“ erhalten Sie zwei Mal wöchentlich – jeden Montag und Mittwoch um 18 Uhr – live frische Garten-News v​​on den „Natur im Garten“ Fachleuten. Detaillierte Informationen zu unseren kostenlosen Webinaren finden Sie unter www.naturimgarten.at/webinare.

Vortrag: „Speisekammer Naturgarten“

(Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich)

Selbstversorgung mit Obst, Gemüse und Kräutern aus dem eigenen Garten ist ein Traum, den neuerdings viele hegen. Wir wollen Ihnen bei diesem Vortrag zeigen, was es dazu braucht, das ganze Jahr über reichliche Ernte aus dem eigenen Naturgarten genießen zu können. Von Frühbeeten über Ernteverlängerung mittels Wintergemüse bis hin zu Lagern und Haltbarmachen der Ernte im Herbst. Zudem geben wir Infos zur Nutzung von Wildkräuter und Wildobst aus dem eigenen Garten.

  • Montag, 26.08.2024 von 19 bis 20 Uhr, Gemeindeamt, Hauptplatz 3-5, 3202 Hofstetten-Grünau (PL)
  • Donnerstag, 29.08.2024 von 19 bis 20.30 Uhr, Gasthaus Koch, Kainreith 72, 3752 Kainreith (HO)

Infos und weitere Vorträge: www.naturimgarten.at/vortraege  

Veranstaltungs-Vorschau in unseren Schaugärten

Bezirk Mistelbach:

Am Pulverturm – Irmgard und Otto Hackl
Sonntag, 14. Juli 2024,14:00 – 18:00 Uhr
Schaugartentage im Schaugarten

Holen Sie sich Ideen für den eigenen Garten, plaudern Sie mit Gleichgesinnten oder genießen Sie einfach das herrliche Paradies mit unterschiedlichen Gartenräumen ganz im englischen Stil.

Schaugartentage im Schaugarten Am Pulverturm Irmgard und Otto Hackl – “Natur im Garten” Schaugärten

MAMUZ Schloss Asparn/Zaya
Samstag, 13. Juli 2024, 10:00- 17:00 Uhr
Kurs: Bier brauen

Kursziel: Herstellung von Steinbier mit ur-/frühgeschichtlichen Brautechniken
Kursinhalt: lm Rahmen des Kurses werden wir gemeinsam mit urgeschichtlichen Techniken ein Steinbier brauen. Zur Herstellung von Bier aus Getreide braucht es 3 Grundschritte: Mälzen, Brauen, Vergären. Vom Getreidekorn bis zum fertigen Bier dauert es mehrere Wochen, daher werden wir im Kurs nur die Verflüssigung, also die Schritte des Sudhauses, gemeinsam durchführen. Die Rohstoffe werden zur Verfügung gestellt. Die Schritte davor und danach (Mälzen bzw. Vergären) werden während des Brauens detailliert besprochen. Für die Würzung des Bieres kommen auch in der Urgeschichte verwendete Kräuter zum Einsatz. Jeder Teilnehmer bekommt Bier für die eigene Vergärung und zum Trinken mit nach Hause.
Kursleiter: Christian Sam | Kursdauer: 10-17 Uhr
Kurskosten: € 135,- | Materialkosten: € 15,-
Teilnahme ab 18 Jahren. Die Materialkosten sind direkt vor Ort zu zahlen.

Kurs: Bier brauen – “Natur im Garten” Schaugärten

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