ÖGK klärt über Symptome und moderne Therapie auf
Typ-1-Diabetes zählt zu den häufigsten chronischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) informiert, woran Eltern erste Anzeichen erkennen und warum rasches Handeln wichtig ist. Im ersten Halbjahr 2026 erhielten österreichweit 1.446 Kinder zwischen 0 und 14 Jahren Insulin auf Kosten der ÖGK.

Starker Durst, häufiges Wasserlassen, erneutes Einnässen, Gewichtsverlust und Müdigkeit können auf einen beginnenden Typ-1-Diabetes hindeuten. Bei Kindern entwickeln sich die Beschwerden oft innerhalb weniger Tage oder Wochen. Wird die Erkrankung zu spät erkannt, droht eine diabetische Ketoazidose, ein lebensbedrohlicher Notfall. Fast die Hälfte aller Kinder hat sie bei der Erstdiagnose bereits. „Wenn ein Kind plötzlich ständig durstig ist, häufig auf die Toilette muss, wieder einnässt, Gewicht verliert oder ungewöhnlich müde wirkt, sollten Eltern aufmerksam werden“, erklärt Kinderärztin Gabriele Berger vom ÖGK-Gesundheitszentrum Floridsdorf. Eine Blutzuckermessung an der Fingerkuppe oder ein Urintest liefern schnell erste Hinweise. Die Krankheit ist eine Autoimmunerkrankung und nicht die Folge von Zucker, Bewegungsmangel oder ungesunder Lebensweise. Betroffene brauchen lebenslang Insulin. Glukosesensoren, Insulinpumpen und Schulungen erleichtern den Alltag. Berger wurde 2026 für ihr Projekt „SCREEN-the-Teen“ ausgezeichnet, das psychische Belastungen bei Jugendlichen mit Diabetes früh erkennen soll.


















