Niederösterreich schickt zwölf Top-Athleten zu den Winterspielen 2026 nach Mailand und Cortina d’Ampezzo
Wenn am 6. Februar die Flutlichter in den Stadien von Mailand und Cortina d’Ampezzo angehen, beginnt für zwölf Sportlerinnen und Sportler aus Niederösterreich das größte Abenteuer ihrer Karriere. Es ist der Moment, auf den sie jahrelang hingearbeitet haben, geprägt von frühem Aufstehen, brennenden Muskeln und dem unbändigen Willen, über sich hinauszuwachsen. Das Österreichische Olympische Comité hat insgesamt 115 Talente für das Nationalteam nominiert, doch im blau-gelben Kernland schaut man mit besonderem Stolz auf jene zwölf Gesichter, die nun die niederösterreichischen Farben in den Schnee und auf das Eis der Weltbühne tragen.

Die Stimmung ist elektrisierend, denn die Erwartungen sind nach einer Saison voller Ausrufezeichen hochgesteckt. Es ist ein Aufbruch mit Ansage, wie auch Sportlandesrat und LH-Stellvertreter Udo Landbauer betont, der die Teilnahme als den gerechten Lohn für eiserne Disziplin und absolute Leidenschaft beschreibt. Hinter den kühlen Zahlen der Nominierung verbergen sich emotionale Geschichten von Comebacks und Dominanz. Da ist etwa der Routinier Benjamin Karl, der nach seinem 28. Weltcupsieg in Bansko einmal mehr beweist, dass Goldhunger kein Verfallsdatum kennt. Ihm kommt die besondere Ehre zu, die gesamte rot-weiß-rote Delegation bei der Eröffnungszeremonie gemeinsam mit Anna Gasser als Fahnenträger anzuführen – ein Symbol für die sportliche Stärke des Bundeslandes.
Doch der niederösterreichische Kader ist breit gefächert und in Disziplinen wie Bob, Langlauf, Ski Alpin und Snowboard gleichermaßen schlagkräftig besetzt. In den Eiskanälen ruhen die Hoffnungen auf Katrin Beierl, die nach ihrem EM-Silber als heiße Medaillenkandidatin gehandelt wird. Auch im Snowboardcross vibriert die Luft vor Spannung, seit Jakob Dusek vor wenigen Tagen seinen fünften Weltcupsieg einfuhr und damit eindrucksvoll untermauerte, dass er für das Podest bereit ist. Währenddessen zeigt die Formkurve im alpinen Lager steil nach oben; Katharina Huber bewies zuletzt in Špindlerův Mlýn mit einem fulminanten zweiten Lauf, dass sie den Druck der Weltspitze nicht nur aushält, sondern in Geschwindigkeit verwandeln kann.
Für das Land Niederösterreich sind diese Athleten weit mehr als nur Medaillenjäger. Sie fungieren als Botschafter einer ganzen Region und als Idole für eine junge Generation, die in ihren Leistungen den Beweis sieht, dass Träume mit harter Arbeit greifbar werden. Um diese Wertschätzung greifbar zu machen, lockt im Falle eines Erfolgs nicht nur der ewige Ruhm, sondern auch eine finanzielle Anerkennung von bis zu 10.000 Euro als Medaillenprämie. Wenn in den kommenden zwei Wochen die Sekundenbruchteile über Sieg und Niederlage entscheiden, wird ganz Niederösterreich den Atem anhalten und darauf hoffen, dass aus der harten Arbeit jene Gänsehaut-Momente entstehen, die in die Sportgeschichte eingehen.















