Ariane Rädler aus Vorarlberg und die Niederösterreichin Katharina Huber krönen sich in der Team-Kombination zu Sensations-Olympiasiegerinnen.
Der stahlblaue Himmel über der Tofana bildete die Kulisse für ein sportliches Märchen, das an Dramatik kaum zu überbieten war. Nach zwölf langen Jahren des Wartens rasten Ariane Rädler und Katharina Huber in der Team-Kombination zu olympischem Gold und beendeten damit die Durststrecke der österreichischen Ski-Damen seit Sotschi 2014.
Den Grundstein für diesen Triumph legte Rädler bereits in der Abfahrt. Mit einer mutigen, nahezu fehlerfreien Fahrt trotzte die Vorarlbergerin dem italienischen Schnee und hielt den Rückstand auf die führende US-Amerikanerin Breezy Johnson bei winzigen sechs Hundertstelsekunden. Im entscheidenden Slalom bewies Katharina Huber unter den Augen der ÖOC-Spitze Nerven aus Stahl. Trotz vollen Risikos blieb sie fehlerfrei und fing damit sogar Slalom-Dominatorin Mikaela Shiffrin ab, die am Ende leer ausging. Während das favorisierte „Einserteam“ um Hütter und Truppe nach einem Patzer im Flachstück auf Rang fünf zurückfiel, rettete das Duo Rädler/Huber einen hauchdünnen Vorsprung von fünf Hundertsteln auf Deutschland ins Ziel.

Dieser Sieg ist mehr als eine sportliche Sensation; er ist die Belohnung für jahrelange Qualen. Rädler, die in ihrer Karriere vier Kreuzbandrisse wegstecken musste, und die ebenfalls verletzungsgeplagte Huber kämpften sich immer wieder zurück. „Ich wollte einfach nur geil Skifahren“, jubelte Huber im Ziel, während Rädler mit Tränen in den Augen an ihren Kindheitstraum dachte, der in Cortina endlich Wirklichkeit wurde.
















