Anzeige

Niederösterreich stärkt mit neuen Förderpaketen und Digitalisierung den Zusammenhalt in den Gemeinden.

In den Dörfern Niederösterreichs pocht das Herz der Gemeinschaft oft in leerstehenden Gebäuden oder auf frisch begrünten Dorfplätzen. Damit dieser Takt nicht ins Stocken gerät, präsentierte das Land nun in Gossam eine weitreichende Offensive für die Dorf- und Stadterneuerung, die direkt bei den Menschen ankommt.

Pressekonferenz zu den diesjährigen Schwerpunkten der Dorf- und Stadterneuerung. Foto: © NLK Filzwieser

Es geht um mehr als nur Beton und Asphalt; es geht um Identität. LH-Stv. Stephan Pernkopf stellte klar, dass Gemeindezusammenlegungen für ihn nicht infrage kommen, da die Orte die Heimat der Menschen sichern. Stattdessen setzt das Land auf „Zusammenarbeiten statt Zusammenlegen“. Mit den Förderschienen „Lebendige Orte“ und „Stolz auf unser Dorf“ fließen unbürokratische Mittel in Projekte, die das Miteinander fördern – von der Sanierung geschichtsträchtiger Dorfhäuser bis hin zur Revitalisierung kultureller Denkmäler. Dass dies funktioniert, beweist das Beispiel Gossam, wo ein verfallenes Wirtshaus durch tausende ehrenamtliche Stunden zum pulsierenden Kulturzentrum wurde. Um die Vereine in der modernen Welt zu rüsten, bietet das Land künftig verstärkt digitale Unterstützung durch „Digi-Schmieden“ und persönliche Regionalberater an. Diese Experten sollen helfen, bürokratische Hürden zu nehmen und die Mitgliedergewinnung zu erleichtern. Maria Forstner vom Verein NÖ Dorf- und Stadterneuerung betonte dabei die Kraft des Generationen-Mix: Nur wenn Jung und Alt gemeinsam anpacken, bleibt das Dorf lebendig. Mit neuen Dorfgesprächen in allen Vierteln wird dieser Austausch nun intensiviert, um die Gemeinden nicht nur schöner, sondern auch krisenfester für die Zukunft zu machen.