Anzeige

Neue Sonderausstellung zeigt Pracht, Technik und Symbolik

Macht, Ästhetik und technische Meisterleistung – der Barockgarten war weit mehr als ein Ort der Erholung. Schloss Hof widmet diesem Thema eine große Sonderausstellung, die bis 2. November 2026 zu sehen ist und Besucherinnen und Besucher auf eine vielschichtige Reise durch die Welt der barocken Gartenkunst mitnimmt.

Auf sieben Räume verteilt entfaltet die Schau „Verspielte Symmetrie – Der Barockgarten als Kunstwerk“ ein facettenreiches Bild einer Epoche, die Natur und Kunst zur perfekten Einheit verschmolz. Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Den Auftakt bilden die wichtigsten Akteure eines Barockgartens – vom Kaiserhaus und Adel als Auftraggeber über Architekten bis hin zu den zahlreichen Hilfskräften, die die Anlagen pflegten. Rasch wird klar: Hinter der verspielten Symmetrie steckt ein strenges System. Tausende Blumen und Buchspflanzen bildeten farbenprächtige Teppiche, Bäume wurden in fantasievolle Formen geschnitten, gerade Alleen wechselten mit schattigen Nischen.
Ein eigener Schwerpunkt widmet sich dem Wasser als „Seele des Gartens“. Fontänen und Kaskaden brachten Bewegung in die Geometrie – möglich gemacht durch ausgeklügelte Leitungssysteme und Pumpwerke, die hinter dem Spektakel verborgen blieben. Die Ausstellung zeigt auch, wie stark der Barockgarten über sich selbst hinauswirkte: Gartenanlagen wurden zur Bühne für Opernaufführungen und höfische Feste, idealisierte Gartenszenen zierten Gemälde, Porzellan und Textilien. Selbst der Nutzgarten – mit Obst, Gemüse, Kräutern und exotischen Pflanzen wie Ananas oder Zitrusfrüchten – folgte dem Prinzip von Symmetrie und Ordnung.

Foto: © SKB Severin Wurnig