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Waldland und Bionorica produzieren gemeinsam pflanzliche Medikamente

Seit zwanzig Jahren wächst in Niederösterreich ein Rohstoff für deutsche Arzneimittel: Die Schlüsselblume, angebaut von Waldland, landet als Wirkstoff in Medikamenten des Pharmaunternehmens Bionorica. Bei einem Pressegespräch direkt am Feld bei St. Pölten zogen die Partner Bilanz – und zeigten, wie regionale Landwirtschaft und internationale Pharmaindustrie zusammenwachsen können.

Am Schlüsselblumenfeld von Waldland in St. Pölten (v.ln.r.) Waldland-Geschäftsführer Franz Tiefenbacher, Obmann Waldviertler Sonderkulturenverein Robert Haidl, Bionorica-CEO Michael Popp, Andrea Wagner, Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer NÖ, und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf. Foto: © NLK Pfeffer

Rund 200 Hektar widmet Waldland allein dem Schlüsselblumenanbau – Teil einer Gesamtfläche von 4.000 Hektar Heilpflanzen in ganz Österreich. Die Blüten fließen in das Erkältungsmittel Sinupret, die Wurzeln in Bronchipret. Bionorica-Chef Michael Popp betonte dabei den wissenschaftlichen Anspruch: „Wir produzieren keine Nahrungsergänzungsmittel, sondern wissenschaftlich fundierte, pflanzliche und wirksame Arzneimittel.“ Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf hob die strategische Bedeutung der Kooperation hervor. Viele Arzneimittel seien derzeit abhängig von Lieferungen aus China, Indien und den USA. Umso wichtiger sei es, Wirkstoffe im eigenen Land zu produzieren. „Die beste Apotheke kommt von unseren eigenen Feldern“, sagte Pernkopf – und kündigte an, dass das Land Niederösterreich weiterhin in Waldland investieren werde. Waldland-Geschäftsführer Franz Tiefenbacher verwies auf die technische Eigenleistung des Betriebs: Erntemaschinen würden großteils von den eigenen Mitarbeitern konstruiert. Andrea Wagner, Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer NÖ, sieht in der Schlüsselblume ein Modell für zukunftsfähige Landwirtschaft: Sie schaffe regionale Wertschöpfung und leiste gleichzeitig einen Beitrag zur Biodiversität.