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Jehovas Zeugen in Traisen laden am Samstag, dem 11. Juli, zum „Tag der offenen Tür“ ein

Anlässlich der umfassenden Renovierung ihres Königreichssaals, wie Jehovas Zeugen ihre Kirchengebäude nennen, veranstaltet die Glaubensgemeinschaft in Traisen am Samstag, dem 11. Juli, einen „Tag der offenen Tür“. Jeder ist von 10.00 bis 15.00 Uhr eingeladen, den neu renovierten Saal zu besichtigen und mit einer „Bilderreise“ Einblicke in den Baufortschritt der letzten Wochen zu erhalten.

Tag der offenen Tür
Samstag, 11. Juli 2026, 10.00 bis 15.00 Uhr
Mariazellerstraße 29
3160 Traisen

Bereits über 70 Jahre im Traisen- und Pielachtal

In den 50er Jahren begannen zwei kleine Gruppen von Jehovas Zeugen in Wilhelmsburg und Traisen, aktiv zu werden. Zu dieser Zeit traf man sich in Wilhelmsburg in angemieteten Räumen von Gaststätten, wie zum Beispiel in der Unteren Hauptstraße im Gasthaus Lehrbaumer oder Billensteiner. In Traisen traf man sich unter anderem in einem zur Verfügung gestellten leerstehenden Haus oder in Privatwohnungen.

1970 wurden aus den beiden kleinen Gruppen eine gemeinsame größere Gruppe und man traf sich in Wilhelmsburg in der Oberen Hauptstraße in einem Hinterhaus des Gasthauses Müllner.

Da die Mitgliederzahl wuchs und größere Räumlichkeiten nötig wurden, kaufte die Glaubensgemeinschaft in Traisen das Grundstück Mariazeller Straße 29 – gegenüber der Billa. Im Herbst 1989 wurde das Fundament gelegt und betoniert und im Frühjahr 1990 begann der Bau des Königreichssaals, wie Jehovas Zeugen ihre Gotteshäuser nennen. Dieser wurde in nur 3 Wochen von täglich fast 100 freiwilligen Helfern fertiggestellt. Die damals 65 Mitglieder waren von “ihrem” eigenen Kirchengebäude begeistert.

Parallel dazu organisierte eine weitere Gruppe von Jehovas Zeugen im benachbarten Pielachtal Gottesdienste in einem gemieteten Versammlungssaal im Erdgeschoss eines Privathauses der Familie Zagler in der Hardeggstraße 35, 3204 Kirchberg an der Pielach. Diese kleine Gruppe von ca. 30 Mitgliedern kümmerte sich voller Engagement um die Wartung und den Erhalt des Königreichssaals. Dieser Saal hätte jedoch kostenintensiv und baulich herausfordernd renoviert und adaptiert werden müssen, um den nötigen Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden. Daher wurde im Jahr 2020 beschlossen, den Saal in Traisen mitzunutzen und das Mietverhältnis in Kirchberg zu beenden. 2022 folgte dann die nächste begeisternde Veränderung, als die Gruppen Kirchberg und Traisen zusammengelegt wurden. Seither nutzen 114 Mitglieder gemeinsam den Königreichssaal in Traisen.

Ein neues Kapitel

40 Jahre wurde der Königreichssaal durch ein eigenes Saalinstandhaltungskomitee umsichtig gepflegt. Doch der Zahn der Zeit und der technische Fortschritt in der Durchführung der Gottesdienste machten schließlich eine umfassende Renovierung und Modernisierung notwendig.

Außergewöhnlich bei diesem Projekt war, dass alle Arbeiten durch freiwillige Helfer und Helferinnen erbracht wurden. Viele Ehepaare setzten sich gemeinsam ein und unterschiedliche Generationen arbeiteten Hand in Hand.

Der jüngste Helfer war 16 Jahre alt und der älteste mit rüstigen 82 Jahren half im Einkauf und der Versorgung mit. Alle wurden vorher von kompetenten Bauprofis geschult, denn bei allem Arbeitseinsatz standen vor allem Sicherheit und Qualität im Vordergrund.

Die Materialkosten wurden durch freiwillige Spenden finanziert, ohne dabei staatliche finanzielle Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

13 Wochen lang – im Zeitraum vom 3. März bis 29. Mai 2026 – waren pro Tag durchschnittlich 30 bis 50 Mitglieder der Glaubensgemeinschaft in den unterschiedlichsten Arbeitsbereichen aktiv.

Jetzt freuen sich schon alle 114 Mitglieder auf die Gottesdienste im renovierten und überholten Saal. Die Ein- und Ausfahrt von der Hauptstraße wurde rückwärtig in die Franz-Lettner-Gasse verlegt, um eine sichere An- und Abreise zu ermöglichen. Die barrierefreien und modernen Räumlichkeiten, ausgestattet mit neuester Licht-, Audio- und Videotechnik, stehen jedem Besucher zur Verfügung. Bei den kostenlosen Gottesdiensten steht die Bibel im Mittelpunkt und wie sie unser Leben in der Neuzeit berührt. Es geht dabei um Themen wie Familie, Kindererziehung, Freundschaften, Arbeit, Umgang mit Krankheit und Tod, aber auch um theologische Themen.

Mehr Informationen sind auf der offiziellen Website jw.org zu finden oder bei Jehovas Zeugen in Traisen beim Besuch des „Tags der offenen Tür“. Gerne steht auch Herr Zagler (siehe Kontakt) für weitere Informationen zur Verfügung.

Wissenswertes über Jehovas Zeugen (siehe auch www.jw.org):

  • Seit 2009 sind Jehovas Zeugen in Österreich eine staatlich anerkannte Religionsgemeinschaft, eine gemeinnützige Körperschaft des öffentlichen Rechts.
  • Jehovas Zeugen sind eine internationale christliche Religionsgemeinschaft, die sich in der Tradition des Urchristentums sieht. Ihre Lehren stützen sich ausschließlich auf die Bibel.
  • Gläubige: weltweit ca. 9,2 Millionen; in Österreich 22.722 mit 149 Königreichssälen, davon in Niederösterreich 2.941 mit 25 Königreichssälen.
  • Ihre Gottesdienste haben das Ziel, den Gott der Bibel (Jehova) anzubeten, gemeinsam aus der Bibel für die Praxis zu lernen und einander zu unterstützen.
  • Der Name „Jehovas Zeugen (vor 1931: „Bibelforscher“) geht auf Jesaja 43,12 zurück und bezieht sich auf eine Lesart des hebräischen Gottesnamens JHWH.
  • Ihre Missionsarbeit zeichnet Jehovas Zeugen besonders aus. Sie produzieren Studienmaterial zur Bibel in Form von Print- und audiovisuellen Medien sowie Onlineinhalten auf ihrer Internetseite in 1120 Sprachen. „Der Wachtturm“ ist die auflagenstärkste Zeitschrift weltweit.
  • Im Rahmen ihrer Besuche von Haus zu Haus, bieten sie einen kostenlosen Bibelkurs an, mit dem man leicht Zugang zur Bibel findet.
  • Jehovas Zeugen sind politisch neutral und lehnen den Wehrdienst aus Gewissensgründen ab. Das führte immer wieder zur Verfolgung in totalitären Staatssystemen, u. a. in der NS-Zeit.
  • Jehovas Zeugen leisten internationale Katastrophenhilfe – mit Hilfe lokaler Hilfskomitees werden Freiwilligeneinsätze koordiniert, die Mit- und Andersgläubigen zugutekommen (zuletzt im Rahmen der Ukraine-Flüchtlingshilfe).
  • Jehovas Zeugen zeigen Engagement in Bereichen wie Krankenbetreuung, Integration und Gefangenenseelsorge.

Kontakt:
Franz Michael Zagler
Tel: 0676 637 84 96
E-Mail: fm.zagler@outlook.com

Foto: © zVg.