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Wärmepumpen können auch in älteren Häusern effizient heizen. Worauf es bei Heizkörpern, Vorlauftemperatur und Planung ankommt – und was die neue CHA Special Edition von WOLF bietet.

Nicht das Baujahr entscheidet

Lange galten Wärmepumpen vor allem als Lösung für Neubauten. In älteren Häusern schienen klassische Heizkörper, hohe Vorlauftemperaturen und eine nur teilweise gedämmte Gebäudehülle gegen einen Umstieg zu sprechen. Doch das Baujahr allein sagt wenig über die Eignung aus. Das zeigt das Forschungsprojekt „WP-QS im Bestand“ des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme: Vier Jahre lang wurden 77 Wärmepumpen in Ein- bis Dreifamilienhäusern unter realen Bedingungen untersucht. Ein Zusammenhang zwischen Gebäudealter und Effizienz ließ sich dabei nicht feststellen.

Die untersuchten Anlagen stellten im Jahresverlauf aus einer Kilowattstunde Strom etwa zweieinhalb bis fünf Kilowattstunden Heizwärme bereit. Entscheidend sind vielmehr Wärmebedarf, Heizflächen, Anlagenauslegung und Betriebsbedingungen.

Moderne Technik für bestehende Häuser

Ein wichtiger Faktor für den effizienten Betrieb einer Wärmepumpe ist die sogenannte Vorlauftemperatur. Sie bezeichnet die Temperatur, mit der das erwärmte Heizwasser zu den Heizkörpern oder zur Fußbodenheizung fließt. Je niedriger diese Temperatur sein kann, desto weniger Strom benötigt die Wärmepumpe in der Regel. Fußbodenheizungen kommen häufig mit niedrigen Temperaturen aus. Klassische Heizkörper brauchen mitunter wärmeres Wasser, um die Räume ausreichend zu beheizen. Das bedeutet aber nicht, dass eine Wärmepumpe im Haus mit Heizkörpern ungeeignet ist!

Ausschlaggebend sind deren Größe und die tatsächlich benötigte Heizleistung.

Eine erste Orientierung bietet der 55-Grad-Check: Reicht an einem kalten Wintertag eine Vorlauftemperatur von höchstens 55 °C aus, um alle Räume angenehm warm zu halten, sind die Voraussetzungen für eine Wärmepumpe grundsätzlich günstig. Der Check ersetzt allerdings keine fachgerechte Planung. Eine Heizlastberechnung zeigt, welche Temperaturen und Leistungen wirklich benötigt werden. Manchmal genügen bereits größere Heizkörper, eine optimierte Wärmeverteilung oder gezielte Dämmmaßnahmen. Eine vollständige Sanierung auf Neubaustandard ist nicht in jedem Fall notwendig.

Moderne Wärmepumpen wie die CHA Monoblock von WOLF erreichen Vorlauftemperaturen bis zu 70 °C – auch für viele bestehende Gebäude eröffnen sich damit Möglichkeiten. Ob die Anlage im konkreten Haus wirtschaftlich und effizient arbeitet, hängt jedoch von der richtigen Dimensionierung und den Betriebsbedingungen ab. Auch ein schrittweiser Umstieg mit vorübergehender Einbindung einer bestehenden Heizung kann geprüft werden.

 

„Gerade im Bestand herrscht oft Unsicherheit darüber, welche Vorlauftemperaturen tatsächlich erforderlich sind. Eine professionelle Heizlastberechnung schafft hier Klarheit und bildet die Basis für eine verlässliche Planung. Mit der richtigen Auslegung kann eine Wärmepumpe auch in bestehenden Gebäuden zuverlässig und effizient arbeiten“, sagt Martin Kloboucnik, Geschäftsführer bei WOLF Klima- und Heiztechnik GmbH.

 

Bewährte Technik, neuer Look

Eine Wärmepumpe soll nicht nur technisch zum Haus passen: Weil ihre Außeneinheit oft gut sichtbar neben der Fassade steht, gewinnt auch das Design an Bedeutung. Mit der CHA Special Edition (CHA SE) bietet WOLF seine bewährte CHA-Technologie zusätzlich in einem matten Steel Design in Anthrazit (RAL 7021) an. Die klaren Linien und die Pulverlack-Oberfläche fügen sich in unterschiedliche Architekturkonzepte ein. Die CHA SE ist in den Leistungsgrößen 7 und 10 kW erhältlich, kann heizen, Warmwasser bereiten und bei entsprechender Auslegung im Sommer kühlen. Sie verwendet das Kältemittel R290 (Propan) und lässt sich zur intelligenten Nutzung von Photovoltaikstrom in das WOLF Energiesystem einbinden. Die klassische CHA Wärmepumpe bleibt weiterhin erhältlich.

 

Gut geplant ist halb gewonnen

Ob saniertes Eigenheim oder Neubau: Nicht eine einzelne Kennzahl, sondern das Zusammenspiel von Gebäude, Heizflächen und Heiztechnik entscheidet. Wer über einen Heizungstausch nachdenkt, sollte deshalb den Wärmebedarf und die benötigten

Vorlauftemperaturen von einem Fachbetrieb prüfen lassen. So lässt sich beurteilen, ob bestehende Heizkörper weitergenutzt werden können, welche Verbesserungen sinnvoll sind und welche Wärmepumpe zum Haus passt. Das Baujahr allein ist jedenfalls kein Ausschlusskriterium.

Foto: © WolfGmbH

Wärmepumpen von WOLF

WOLF Wärmepumpen für unterschiedliche Anforderungen:

  • CHA-07 (~7 kW): für bis 120qm Wohnfläche
  • CHA-10 (~10 kW): für Einfamilienhäuser mit höherem Wärmebedarf
  • CHA-16/20 (~16–20 kW): für größere Wohngebäude und Mehrfamilienhäuser
  • CHA-20/24 (~20–24 kW): für Mehrfamilienhäuser mit höherem Wärmebedarf Die Geräte arbeiten mit R290 (Propan), dessen GWP bei 0,02

Weitere Informationen

Seit über 50 Jahren steht die WOLF Klima- und Heiztechnik GmbH in Österreich für verlässliche Lösungen in den Bereichen Heizung, Klima und Lüftung – mit Beratung, Technik und Service aus einer Hand.

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