Anzeige

Konsumentenschutz schlägt Alarm – so schützen Sie sich

Wer in einer Notsituation schnell Hilfe braucht, zahlt oft drauf. Niederösterreichs Konsumentenschutz-Landesrätin Susanne Rosenkranz warnte in St. Pölten gemeinsam mit der Organisation Pro Konsument vor skrupellosen Schlüsseldiensten, Installateuren und Haustürverkäufern, die die Not von Menschen gezielt ausnutzen.

Informierten über Abzocken bei Haustürgeschäften: Isabella Mittelstrasser vom Verein Pro Konsument und Konsumentenschutz-Landesrätin Susanne Rosenkranz. Foto: © NLK Pfeffer

Zugesperrte Türen, ausgefallene Heizungen, gebrochene Wasserleitungen – in solchen Momenten suchen Menschen panisch nach Hilfe. Genau das nutzen unseriöse Betriebe aus. „Viele Notdienste nutzen Notsituationen aus, eine Situation, bei der man in Stress gerät, und leicht Dinge eingeht, die man im normalen Leben vielleicht nicht machen würde“, sagte Landesrätin Rosenkranz. Besonders tückisch: Bei Internetsuchen erscheinen ganz oben oft bezahlte Anzeigen – nicht die besten Anbieter. Allein im Bereich Installateur und Elektriker verzeichnete Pro Konsument im Jahr 2025 insgesamt 120 Schadensfälle. Viele Betroffene berichteten von Rechnungen über mehr als 1.000 Euro – durch überhöhte Anfahrtskosten, Nacht- und Feiertagszuschläge oder unnötige Zusatzleistungen. Rückforderungen scheitern häufig, weil die Firmen schlicht nicht mehr auffindbar sind. Pro-Konsument-Expertin Isabella Mittelstrasser rät: Ruhe bewahren, prüfen ob es wirklich ein Notfall ist, und vorab die Nummer eines regionalen Betriebs speichern. Vor jedem Auftrag sollte man Anbieter genau prüfen – Impressum, Adresse, Bewertungen. „Seriöse Betriebe geben bereits am Telefon ganz transparent Auskunft“, betonte Mittelstrasser. Wer sich übervorteilt fühlt, soll nicht zögern, die Polizei zu rufen. Orientierung bieten auch die App „Mein Aufsperrdienst“, die Seite www.aufsperrdienst.at sowie die Hotline 0590 900 5599.