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Die EU-Kommission hat vorübergehend zusätzliche Einfuhrzölle auf Elektroautos aus chinesischer Produktion verhängt. Diese Zölle betragen je nach Hersteller bis zu 37,6 Prozent. Die endgültige Entscheidung über diese Zölle soll im November fallen, bis dahin gilt eine Übergangszeit, in der die Zölle noch nicht gezahlt werden müssen, aber eine Garantie dafür erforderlich ist. Besonders betroffen sind Fahrzeuge der Marken BYD, Geely (inklusive Volvo, Polestar und Smart) und SAIC (inklusive MG).

In Deutschland sorgt das Vorgehen der EU-Kommission für Besorgnis. Es wird befürchtet, dass Vergeltungsmaßnahmen ergriffen werden, die nicht nur die Automobilindustrie betreffen. Deutsche Unternehmen könnten sowohl von den Gegenmaßnahmen als auch von den EU-Maßnahmen selbst betroffen sein, da sie teilweise in China für den Export produzieren.

Die Reaktionen aus der deutschen Autoindustrie fallen entsprechend kritisch aus: „Die Einführung zusätzlicher Importzölle führt in eine Sackgasse“, erklärte BMW-Chef Oliver Zipse. Auch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck fordert daher eine politische Lösung.

Abschließend sei noch bemerkt, dass die dadurch entstehenden höheren Preise die Inflation in ganz Europa weiter anheizen könnten.

Foto ©: pixabay

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