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Am Donnerstag, den 6. Juni 2024 bekommt jede und jeder gleich im Doppelpack die Chance als Lebensretter:in anderen Menschen in Not zu helfen. Dafür muss man nur von 10 bis 16 Uhr ins Rathaus kommen, wo eine Blutspendenaktion gemeinsam mit einer Stammzellenregistrierung stattfindet, welche in Kooperation mit Geben für Leben durchgeführt wird.

Es erfordert nicht viel Zeit und kann Leben retten: Zum einen ist die Rede von der Blutspende zum anderen gibt es auch am 6. Juni die Möglichkeit die körpereigenen Stammzellen in einer Datenbank, die weltweit abrufbar ist, registrieren zu lassen.

Einen Tag davor, am 5 Juni von 10 bis 13 Uhr findet die gleiche Aktion am St. Pöltner Wirtschaftshof statt. An diesem Tag  werden aber nur die Magistratsbediensteten der Betriebe gebeten, eine Blutspende abzugeben und gleichzeitig ihre Stammzellen registrieren zu lassen.

Warum Blut spenden?

In der Uni-Klinik St. Pölten werden aus Blut wertvolle Produkte erzeugt, die tagtäglich auch tatsächlich zum Einsatz kommen und anderen Menschen bei medizinischen Notfällen das Leben retten. Jährlich werden in der St. Pöltner Blutbank 25.000 Blutkonserven erzeugt. Das Blut wird auf Erreger untersucht, in seine Bestandteile zersetzt und haltbar gemacht. Bei einem medizinischen Notfall wird untersucht, ob der Empfänger das Spenderblut verträgt, bei einem positiven Ergebnis, kommt es schlussendlich zum Einsatz.

Was passiert bei der Blutspende?

Bei einer Vollblutspende wird zuerst ein Fragebogen ausgefüllt, durch den mögliche Erkrankungen erhoben werden. Nach einer Untersuchung, des Blutdrucks, des Pulses und der Körpertemperatur, und einem ärztlichen Gespräch geht es weiter zur Blutspende. Eine Präzisionswaage garantiert, dass auch nur die maximal erlaubte Menge abgenommen wird. Außerdem müssen Spender:innen mindestens 18 Jahre alt sein und 50 kg wiegen.

Stammzellen registrieren und Leben retten

Am selben Tag gibt es auch die Möglichkeit einer Stammzellenregistrierung, die noch unkomplizierter verläuft als die Blutspende. Einfach Kotaktdaten abgeben, mit einem Wattestäbchen einen Abstrich der Mundschleimhaut abnehmen und fertig. Alle zwischen einem Alter von 17 und 45 Lebensjahren können mitmachen und so anderen schwer erkrankten Menschen die Chance geben, weiterzuleben. Meistens sind es an Leukämie erkrankte Personen, die auf eine Stammzellenspende angewiesen sind, aber auch bei anderen Erkrankungen, die das Blutbild betreffen oder auf einen Gendefekt zurückzuführen sind, kann die Stammzellenspende einen lebensrettenden Erfolg erzielen. Wer am 6 Juni verhindert ist, aber trotzdem Interesse an einer Stammzellenregistrierung hat, kann sich auch eine Typisierungsset nach Hause bestellen und dieses per Post wieder retournieren.

Alle Infos dazu sind unter gebenfuerleben.at ersichtlich.

Lukas (27) aus Pasching spendete seine gesunden Stammzellen an einen Mann mittleren Alters in Mitteleuropa. Foto: © Geben für Leben

Lukas der Stammzellen-Held

Der 27-jährige Lukas aus Pasching spendete seine gesunden Stammzellen an einen Mann in Mitteleuropa. “Der Apriltag im Jahr 2022 begann für mich wie ein normaler Uni-Tag. Ich ging über den Campus, als ich plötzlich über die Typisierungsaktion stolperte. Ich wurde informiert und entschloss mich spontan zum Wangenabstrich. Ein gutes Jahr verging und ich dachte gar nicht mehr an die Typisierung, als ich dann im Sommer 2023 vom Verein Geben für Leben kontaktiert wurde. Ich hatte einen genetischen Zwilling, der meine Stammzellen dringend brauchte. In einem netten Gespräch informierte man mich über die weitere Vorgehensweise und fragte mich, ob ich mir eine Spende vorstellen könne. Kurz nach meiner Zusage ging es auch schon los mit der Blutabnahme, um die Kompatibilität zu prüfen.“

Schließlich fährt kommt es zur Stammzellenspende: Eine Woche vor der Spende spritzte sich Lukas ein Mittel, um die Anzahl der Stammzellen in seinem Blut zu erhöhen. Das Mittel täuscht eine leichte Infektion vor, was dazu führt, dass der Körper viele Stammzellen produziert. Den Ort der Abnahme sowie den ungefähren Termin konnte Lukas selbst wählen. Reise und Aufenthaltskosten werden komplett vom Verein Geben für Leben übernommen. Lukas fährt nach München, wo er beim Team der Bayrischen Stammzellenbank seine lebensrettenden Helferchen abnehmen lässt und somit mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu beiträgt, dass ein anderer Mensch die Chance auf noch viele weiter Lebensjahre hat.

Hohe Heilungswahrscheinlichkeit

70 Prozent aller Stammzellenspenden führen zu einer lebensrettenden Heilung der Empfänger:innen. Seit 2015 konnte allein der Verein Geben für Leben – Leukämiehilfe Österreich dazu beitragen, dass 544 Menschen weltweit einen Stammzellenzwilling gefunden haben, der zu einer Spende bereit war. In Österreich erkranken durchschnittlich 3 Menschen pro Tag an Leukämie, darunter viele Kinder. Pro Jahr sind in Österreich über 300 vorwiegend an Leukämie erkrankte Patient:innen auf die Spende von passenden Stammzellen angewiesen. Insgesamt haben sich in Österreich bereits rund 176.000 Personen bei der Stammzellendatenbank registriert.

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