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Dritter Roboter in Krems – vier weitere Standorte geplant

Niederösterreich baut seine roboterassistierte Chirurgie deutlich aus. Nach den Universitätskliniken Wiener Neustadt und St. Pölten geht nun auch im Universitätsklinikum Krems ein OP-Roboter in Betrieb – weitere Standorte sollen folgen.

Seit 2015 setzen zwei niederösterreichische Kliniken auf roboterassistierte Chirurgie. Jetzt wird die Technologie in die Regionen gebracht: Nach Krems sind Mistelbach, Horn, Mödling und Amstetten geplant. Im Endausbau sollen landesweit sieben Geräte zur Verfügung stehen – ein klares Bekenntnis zur modernen Patientenversorgung abseits der Ballungszentren. Die Roboter operieren nicht selbstständig, sondern unterstützen die Chirurgen. Es handelt sich um eine Weiterentwicklung der Schlüssellochtechnik: Kleinere Schnitte bedeuten weniger Blutverlust, weniger Schmerzen und kürzere Krankenhausaufenthalte. Auch für die Operationsteams sind die Eingriffe dadurch weniger belastend. In Krems kommt der Roboter in mehreren Fachbereichen zum Einsatz – in der Urologie, Gynäkologie, Viszeralchirurgie, im HNO-Bereich und in der Thoraxchirurgie. Das schafft eine breite Versorgungsbasis für die Bevölkerung der Region. Der Ausbau verfolgt aber noch ein weiteres Ziel: Moderne Technologie soll Klinikstandorte für junge Medizinerinnen und Mediziner attraktiver machen und die chirurgische Aus- und Weiterbildung in Niederösterreich stärken – ein wichtiger Faktor angesichts des wachsenden Ärztemangels im ländlichen Raum.

Im Operationssaal mit dem OP-Roboter: Landesrat Anton Kasser und Oberarzt DDr. Bernhard Grubmüller. Foto: © NLK Filzwieser