Ein Jahr Einwegpfand in Österreich – und die Bilanz liest sich wie ein Öko-Märchen mit mathematischem Schönheitsfehler.
Seit Januar 2025 schleppen wir brav Flaschen und Dosen in den Supermarkt, füttern Automaten mit Plastik und Blech, alles für die Umwelt und die saubere Wiese. Die Zahlen klingen auf den ersten Blick super: Mit einer Erfolgsquote von 81,5 Prozent hat die Nation fleißig gesammelt und 1,4 Milliarden Gebinde zurück in den Kreislauf gepeitscht. Wir sind echte Recycling-Meister!
Doch wer genau nachrechnet, dem vergeht der Durst ganz schnell. Von zwei Milliarden verkauften Flaschen und Dosen fehlt nämlich jede fünfte! Das bedeutet im Umkehrschluss, dass stolze 100 Millionen Euro an bezahltem Pfand einfach im Nirgendwo verschwunden sind.
Während die Politik feiert, stellt sich die Frage: In wessen Taschen landet eigentlich dieses riesige Geister-Vermögen? In Zeiten, in denen beim täglichen Einkauf jeder Cent dreimal umgedreht werden muss, „blechen“ die Österreicher Millionen für Müll, der nie zurückgegeben wird. Es ist ja schön, wenn die Natur aufatmet, aber bei so viel verschlucktem Geld der Bürger hört die Gemütlichkeit auf. Wir sammeln fleißig, doch am Ende stellt sich die bittere Frage, wer hier wirklich den Reibach mit unserem Fleiß macht.
Symbolbild: @ pasja1000 auf pixabay




















