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„Der Samariterbund erfüllt schwer kranken Menschen ihre Herzenswünsche“, so zu lesen auf der offiziellen Website unter dem Reiter „Die Samariter-Wunschfahrt“.

Einer solchen Wunschfahrt hatte es der 76-jährige Karl Langhofer zu verdanken, dass er bei der Taufe seiner Tochter Catrin anwesend sein konnte. Herr Langhofer ist durch eine spezielle Form der Parkinson-Krankheit völlig bewegungslos und rund um die Uhr auf Hilfe angewiesen. Ohne die ehrenamtliche Wunschfahrt der vier Samariterbund-Mitarbeiter wäre er unmöglich nach Wels gekommen. Dort fand am Wochenende der dreitägige Sommerkongress „Ewiges Glück“ von Jehovas Zeugen statt. Als Wunscherfüller haben die vier engagierten Helfer für einen großen Glücksmoment in der Familie gesorgt und damit unbewusst dem Kongressmotto in die Hände gespielt.

Denn die über 3000 Besucher, die täglich in die Messehalle 21 strömten, sahen drei weitere Folgen des Spielfilms „Die gute Botschaft von Jesus“ und erlebten, wie Jesus seinen Mitmenschen Gutes tat – wie der Samariterbund, der in Österreich 1927 gegründet wurde.

v. l. n. r.: Catrin und Katharina Langhofer, Ottwien Traussnigg, Sabine Gasser-Theiss, Dominik Brindlinger, Stefanie Podoba und Karl Langhofer Foto: © Markus Schwarz

Am Samstagvormittag stand traditionsgemäß die Taufe auf dem Programm, die bei Jehovas Zeugen eine andere Symbolkraft hat wie vielleicht üblich. Getauft werden nämlich nicht Kleinkinder, sondern Personen, die eine bewusste Entscheidung in Glaubensfragen getroffen haben. Die Glaubensgemeinschaft orientiert sich dabei am Beispiel Jesu, der sich mit 30 Jahren im Jordan von Johannes dem Täufer taufen ließ, was ein völliges Untertauchen bedeutete.

Auf diesen Moment wartete an diesem Vormittag auch Catrin Langhofer, die Tochter von Katharina und Karl Langhofer, beide langjährige Angehörige von Jehovas Zeugen. Die 50-jährige Catrin hat sich diesen Schritt lange überlegt und stand wie 16 weitere Taufbewerber in schicker Badebekleidung vor dem Aufstellbecken. Nur Familienangehörige und engste Freunde standen in den vorderen Reihen, während die übrigen Kongressbesucher über den großen Bühnenmonitor das Untertauchen ruhig und respektvoll mitverfolgten.

Dann war Catrin an der Reihe. Für ihren Vater war es ein lang gehegter Herzenswunsch, bei diesem besonderen Moment seiner Tochter dabei zu sein. Dass Karl Langhofer trotz seiner massiven gesundheitlichen Einschränkungen und seine 75-jährige Gattin Katharina gemeinsam diesen besonderen Anlass erleben konnten, verdanken sie dem ehrenamtlichen Einsatz der Samariterbund-Mitarbeiter. Sie haben dazu beigetragen, dass dieser Tag von unschätzbarem Wert für die gesamte Familie für immer in liebevoller Erinnerung bleibt.

Und so schließt sich der Kreis mit dem Kongressmotto „Ewiges Glück“. Auch Jehovas Zeugen möchten zur Freude der Menschen beitragen und ließen sich durch das Beispiel Jesu inspirieren. Die 9-teilige Vortragsreihe „Glücklich sind …“ am Samstagnachmittag thematisierte zum Beispiel einige Aussagen der Bergpredigt Jesu und schlug die Brücke in unsere moderne Zeit. Dieses Symposium zitierte bekannte Redewendungen wie „Glücklich sind die, die ein mildes Wesen haben“, „Glücklich sind die Barmherzigen“ oder „Glücklich sind die, die den Frieden fördern“, und machte deutlich, wie zeitlos die Aussagen Jesu sind. Und sie ließ die Besucher an die vier Samariter-Wunscherfüller denken, die für Familie Langhofer um 7:00 Uhr morgens starteten, um 10:45 Uhr pünktlich zur Taufansprache ankamen und um 14:45 Uhr Karl Langhofer wieder in seinem Heimatort Bad Hall brachten.

Diese Wunschfahrt sorgte für einen großen Glücksmoment, der vom „ewigen Glück“ weiter träumen lässt …

Kontakt:
Franz Michael Zagler
Tel: 0676 637 84 96
E-Mail: fm.zagler@outlook.com